24/06/2017

Helle Nächte sind zum Vorlesen da

In unseren Breitengraden verleben wir gerade die längsten Tage und kürzesten Nächte des Jahres. Erst spät am Abend wird es dunkel und wenig später graut auch schon wieder der Morgen. Umso nördlicher man kommt, desto deutlicher erlebt man diese besondere Zeit mit ihren hellen Nächten. Zahlreiche Bräuche und Legenden ranken sich um sie und die Lichtfülle lädt regelrecht dazu ein, sich für all die schönen Sommerdinge mehr Zeit zu nehmen und die Nacht zum Tag zu machen. Den Beginn des Sommers in vollen Zügen zu feiern oder unter freiem Himmel das Vorlesen zu zelebrieren. Und genau das wollen wir heute auch tun. Wir veranstalten ein kleines Mittsommer-Lesefest – mit dabei eine wunderbare, kleinen Geschichte aus Schweden.

Das große Fest im Häschenwald von Ulf Stark, illustriert von Eva Eriksson und übersetzt von Brigitta Kicherer, erschiene im Verlag Friedrich Oetinger.

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Das große Fest im Häschenwald © Verlag Friedrich Oetinger, Illustrationen: Eva Eriksson

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1/06/2017

Liebe! Niemals Gewalt!

1978 erhielt Astrid Lindgren als erste Kinderbuchautorin den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Damit wurde sie als eine Persönlichkeit geehrt, die „durch ihre literarische Tätigkeit in hervorragendem Maße zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat“. In ihrer im Anschluss gehaltenen Rede stand sie also vor der Aufgabe über Frieden, Menschlichkeit und über die Verständigung der Völker zu sprechen. Und genau das tat sie auch – allerdings auf ihre ganz eigene Art und Weise. Denn über Frieden zu sprechen, bedeutete für sie in erster Linie über die Kinder zu sprechen. Und nicht nur „über“ sie, sondern „für“ sie. Sie wollte ihnen eine Stimme geben und für sie eintreten.

Ihre damals gewählten Worte sind bis heute von enormer Wichtigkeit für die Rechte unserer Kinder im Speziellen und das gewaltfreie Zusammenleben in der Gesellschaft im Allgemeinen. Bisher konnte man sich ihre Rede nur in Auszügen anschauen oder als Textdatei herunterladen. Seit diesem Jahr allerdings gibt es ein kleines feines Büchlein, das man immer wieder zur Hand nehmen kann, um ihren Appell lebendig zu halten und weiter zu geben.

Obwohl fast vierzig Jahre vergangen sind und sich besonders in der Kindererziehung auch vieles verändert hat, sind Astrid Lindgrens Forderungen besonders heute aktueller denn je. Deswegen ist es uns auch wichtig die Aufmerksamkeit des heutigen Tages zu nutzen und dieses Buch ganz bewusst eben am Internationalen Kindertag in den EntdeckerKoffer einziehen zu lassen.

Niemals Gewalt! von Astrid Lindgren mit einem Vorwort von Dunja Hayali und einem Nachwort von Silke Weitendorf, übersetzt von Anna-Liese Kornitzky, erschienen im Friedrich Oetinger Verlag.

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Niemals Gewalt! © Friedrich Oetinger Verlag

Astrid Lindgren spricht von Frieden als etwas, das es nicht gibt. Und wolle man ihn eines Tages erreichen, so müsse man „von Grund auf neu beginnen – bei den Kindern“, so die Autorin. Und wie dieser Neuanfang auszusehen hat, das wusste sie auch ziemlich genau. Mit Liebe und Geborgenheit, aber niemals mit Gewalt. Nur wenn wir unseren Kindern mit Liebe begegnen, können aus ihnen auch Menschen werden, deren Grundhaltung durch Liebe geprägt ist. Und das wäre – so realistisch war auch sie – zumindest ein Anfang.

Gebt Kindern Liebe, mehr Liebe und noch mehr Liebe.

 

Ein besonders berührender Teil ihrer Rede ist die kurze Erzählung über eine Mutter, die ihren Sohn mit Stockschlägen bestrafen will, durch seine Reaktion darauf die Situation aber auf einmal durch seine Augen betrachtet und so über sich selbst unendlich erschrickt. Und wie gut, dass Astrid Lindgren diese Erzählung in die sonst doch sehr klaren und direkten Worte eingewoben hat, denn so hat sie ein Bild in den Köpfen der Menschen erschaffen, das ihr Appell allein nicht zustande gebracht hätte. In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf einen Kurzfilm aufmerksam machen, der genau diese Geschichte darzustellen versucht und somit Lindgrens Werte und Forderungen weiterträgt – in unsere heutige Gesellschaft, in der Gewalt viele verschiedene Gesichter hat. Ein sehr wichtiger Beitrag.

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Niemals Gewalt! im Kreise diverser Lindgren-Titel © Friedrich Oetinger Verlag

Auch Dunja Hayali geht in ihrem Vorwort auf diese Geschichte ein und erinnert daran, dass Lindgrens Rede einen Meilenstein für die Kinderrechte darstellt. Ihrem Text ist anzumerken, wie sehr sie das Erbe der Autorin wertschätzt und er stellt als Einstieg und Hinführung zu Lindgrens Rede einen sehr authentischen Bezug zu unserer heutigen Zeit her. Abgerundet ist das Büchlein mit dem Nachwort der Verlegerin Silke Weitendorf und gibt all denjenigen, die die Autorin Astrid Lindgren nur von ihren Kinderbüchern her kennen, einen Einblick in ihr Leben und ihr Wesen, was die Rede eindeutig noch besser verständlich macht.

Wir möchten dieses Büchlein an dieser Stelle von ganzem Herzen empfehlen, denn wir sind überzeugt davon, dass Astrid Lindgren vor 39 Jahren einen Weg aufgezeigt hat, der tatsächlich zu mehr Frieden und Nächstenliebe in unserer Welt führen könnte. Umso mehr Menschen sich diesen zu Herzen nehmen und den Kindern eine Kindheit in Liebe und Geborgenheit schenken, umso näher kommen wir dem Traum vom Frieden. Und auch wenn uns vieles gerade glauben lässt, dass wir davon sehr weit entfernt sind, so müssen wir dennoch daran festhalten. Astrid Lindgren hat das ein Leben lang getan und stets an das Gute geglaubt. Wie schön ist es da, dass der Verlag für den Umschlag des Buches die Farbe Grün gewählt hat – die Farbe der Hoffnung.

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30/05/2017

Paddington für die Allerkleinsten

Von unserer Freude darüber, dass der Knesebeck Verlag R.W. Alleys Version von Paddington Bär vor ein paar Jahren wieder ins Programm genommen hat, haben wir bereits hier geschrieben. Mittlerweile sind dort einige seiner Bilderbuchabenteuer, ein Kochbuch sowie ein Kinderroman in Briefform erschienen. Und ganz neu gibt es den liebenswürdigen Bären nun auch als Pappe für ganz kleine Entdeckerhände. Zwei von drei dieser herrlichen Pappbilderbücher möchten wir euch heute vorstellen. Den Anfang macht ein Strandabenteuer, das gleichzeitig zum Zählen verführen soll.

Paddington der Strandkönig von Michael Bond, übersetzt von Tatjana Kröll und illustriert von R.W. Alley – erschienen im Knesebeck Verlag.

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Paddington der Strandkönig © Knesebeck Verlag, Illustrationen: R.W. Alley

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23/04/2017

Mit Bildern reisen – Eine Fortsetzung

Zum Welttag des Buches vor zwei Jahren haben wir hier den ersten Band von Aaron Beckers wunderbarer Bilderbuchreise vorgestellt und verschenkt. Unterdessen sind auch die Folgebände erschienen und wir möchten den diesjährigen Welttag des Buches dafür nutzen, um auch diesen beiden grandiosen Abenteuergeschichten einen Platz im EntdeckerKoffer zuzusichern. Und natürlich soll auch dieses Mal das „Verschenken einer Geschichte“ nicht zu kurz kommen. Wir verlosen den zweiten Teil der Trilogie, mit dem unsere Betrachtung nun auch beginnen soll.

Die Suche von Aaron Becker, erschienen im Gerstenberg Verlag.

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Pollonezia-Trilogie: Die Reise, Die Suche und Die Rückkehr © Gerstenberg Verlag, Illustration: Aaron Becker

Die Suche setzt direkt am Schluss von Die Reise an. Mit dem selben Fahrrad, mit dem die beiden kleinen Protagonisten aus der ersten Geschichte heraus gefahren sind, fahren sie im Folgeband auch wieder hinein. Hinein in ihr erstes gemeinsames Abenteuer, das sie wieder in die von Aaron Becker geschaffene einzigartige Wasserfallstadt Pollonezia führt.

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14/04/2017

Das Ei – Wunderwerk der Natur

Die Bilderbuchkünstlerin Britta Teckentrup hat ihr neuestes Bildersachbuch einem Wunderding gewidmet. Dem Wunderding, aus dem alles Leben ist – dem Ei. Und weil es gerade so schön passt, möchten wir es in Anbetracht der bevorstehenden Osterfeiertage gern hier vorstellen. Ein Buch nur für Ostern ist es aber keinesfalls. Es ist Sachbuch und Kunstbuch in einem – nicht nur für Kinder, aber für sie in besonderem Maße. Es ist ein Familienhandbuch – ein Sammlerstück und Nachschlagewerk. Es ist wunderbar.

Das Ei von Britta Teckentrup und übersetzt aus dem Englischen von Kathrin Köller, erschienen im Prestel Verlag.

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Das Ei © Prestel Verlag, Illustrationen: Britta Teckentrup

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22/03/2017

Mit Fred auf den Spuren der Maya

Seit unserer Reise mit Fred zu den Wikingern freuen wir uns auf das, in dieser Geschichte von Opa Alfred bereits angekündigte, Abenteuer in Mittelamerika. Der alte Mann versteht es nämlich ausgesprochen gut Lust auf Geschichte und Mythologie zu machen. Dank Birge Tetzner – der Autorin der Reihe – profitiert davon aber nicht nur sein Enkelsohn Fred, sondern auch viele kleine und große LeseEntdecker vor den CD-Playern. In diesem Falle nehmen Fred und sein Opa uns mit in den Regenwald von Guatemala, wo sie sich auf die Spuren der klassischen Maya begeben. Eine Reise, die Fred allerdings nicht nur auf einen anderen Kontinent und in ein fremdes Land führt, sondern ihn wieder viele Jahre zurück durch die Zeit schickt – in die Blütezeit der Maya um 800 n. Chr.

Fred bei den Maya – Der Aufstand der Jaguarkrieger von Birge Tetzner, erschienen bei ultramar media.

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Mit Fred unterwegs im Dschungel zu Zeiten der klassischen Maya – Illustration: Hans Baltzner

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