14/11/2016

Ben – Indianerhäuptling, Schildkrötenkenner und kleiner Bruder

Nach Lasse und Fred soll hier nun noch ein dritter junger Mann vorgestellt werden, der uns schon lang begleitet und nun auch endlich seinen Platz im EntdeckerKoffer bekommen wird. Die Rede ist von Ben – einem fröhlichen Blondschopf, der uns in zwei Bänden von der spannenden Zeit zwischen Kindergarten und erstem Schuljahr erzählt. Und er tut es mit einer so unvoreingenommenen Sichtweise, wie es eben nur ein Kind tun kann. Für die kleinen LeseEntdecker bedeutet das (Vor-)Lesespaß auf  Augenhöhe und für die Großen ist es ein wunderbarer Einblick in die Gefühlswelt eines Schulanfängers.

Ben. und Ben. – Schule, Schildkröten und weitere Abenteuer von Oliver Scherz und illustriert von Annette Swoboda, erschienen im Thienemann Verlag.

Ben. und Ben – Schule, Schildkröten und weitere Abenteuer © Thienemann Verlag, Illustrationen: Annette Swoboda

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5/09/2014

LeseGlück mit Cowboy Klaus

So langsam gehen überall die Sommerferien zu Ende und die kleinen LeseEntdecker machen sich wieder auf den täglichen Weg zur Schule. Unter ihnen auch jene, die diesen Weg zum ersten Mal beschreiten. Stolz den Ranzen auf dem Rücken und voller Neugierde, was dieser neue Abschnitt alles für sie bereit hält – die Schulanfänger. Für sie heißt es nun endlich auch die Zauberei zu erlernen, einzelne Buchstaben in ganze Geschichten zu verwandeln. Der Weg dorthin ist aber nicht ganz einfach und mit Mühe und Anstrengung verbunden.

Wir möchten heute darüber schreiben, wie wichtig es ist, die kleinen LeseEntdecker auf Ihrem Weg hin zur Lesekompetenz zu begleiten. Von den ersten Stottersätzen aus der Fibel bis hin zum eigenständigen, unabhängigen Selberlesen – und natürlich auch darüber hinaus. Alles was man dafür braucht ist etwas Geduld und Regale voller Bücher. Besonders gut auf die Bedürfnisse von Leseanfängern ausgerichtet, sind natürlich Erstlesebücher. Sie sind nach bestimmten formalen wie auch inhaltlichen Kriterien konzipiert und erleichtern dadurch das erste Lesen.

Die Auswahl an Erstleseliteratur ist groß – fast unüberschaubar. Meist werden komplette Reihen mit unterschiedlichen Leseniveaus angeboten. Doch nicht jede Reihe vermag es, dem Zauber des Lesenlernens und der ungeheuren Motivation der Erstleser gerecht zu werden. Manchmal hat man das Gefühl, es handelt sich eher um Masse statt Klasse. Anders ist das aber bei den ABC-Titeln des Tulipan Verlags – hier wird Erstleseliteratur mit viel Liebe und Weitblick gemacht. Eine Reihe aus dem Programm, die uns besonders gefällt und die mittlerweile auch schon zum Kult geworden ist, möchten wir deswegen hier als guten Wegbegleiter für das Lesenlernen vorstellen. Exemplarisch haben wir zwei Titel ausgewählt – den ersten und den neusten Band von Cowboy Klaus und seinen Freunden.

Cowboy Klaus und sein Schwein Lisa/Cowboy Klaus und das Präriehund-Pau-Wau von Eva Muszynski und Karsten Teich, erschienen im Tulipan Verlag.

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Cowboy Klaus und sein Schwein Lisa/Cowboy Klaus und das Präriehund-Pau-Wau © Tulipan Verlag, Illustrationen: Karsten Teich

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25/06/2014

Ein Fußballmatch der besonderen Art

Gerade dreht sich ja wieder alles um den Fußballsport. Die Welt schaut nach Brasilien und fiebert mit den Mannschaften mit. Und irgendwie geht von so einer Weltmeisterschaft dann doch eine Art Faszination aus, der man sich nicht wirklich entziehen kann – auch wenn man sonst nicht so viel mit Fußball zu tun hat. Besonders bei den Kleinen ist uns das aufgefallen. Sie fragen unheimlich viel zu diesem Ereignis, wollen Zusammenhänge verstehen und besuchen mit dem Zeigefinger auf dem Globus das Gastgeberland. Und bei so viel Interesse von Klein und Groß darf hier bei den LeseEntdeckern eine Fußballgeschichte natürlich nicht fehlen.

Kann ich mitspielen? von Jens Rassmus erschienen bei Nilpferd in Residenz.

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Kann ich mitspielen? © Nilpferd in Residenz, Illustrationen: Jens Rassmus

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1/11/2013

Bilderbuchklassiker trifft Puppentheater

Schon am Eingang des Rundkinos sieht man das Blaulicht immer wieder aufflackern. Für die Kinder gibt es kein Halten mehr. Mit leuchtenden Augen und roten Wangen laufen sie den Blinklichtern entgegen und können es kaum erwarten, dass die Türen zum Saal geöffnet werden.

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Wir sind gekommen, um uns den DDR-Bilderbuchklassiker Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt als Inszenierung für das Puppentheater am theater junge generation Dresden anzuschauen. Die Vorstellung ist komplett ausverkauft. Überall auf den Reihen sitzen nun kleine Feuerwehrmänner und -frauen und bestaunen das tolle Bühnenbild. Manche von ihnen sind bestückt mit Feuerwehrhelmen oder gleich ganz im Feuerwehrkostüm gekommen. Und ab und zu, wenn man in diesem vorfreudigen Getümmel genauer hinschaut, sieht man auch das ein oder andere Kind, das noch kurz im mitgebrachten Bilderbuch herumblättert. Gleich geht es los und die Helden daraus werden die Bühne betreten.

Vorallem Klassiker der Kinderliteratur werden immer wieder gern als Vorlage für Inszenierungen am Puppentheater genommen. Meistens werden dabei bestimmte Inhalte neu erfunden oder etwas anders erzählt und aktuelle Bezüge mit eingebaut. Man ermöglicht dem (kleinen) Publikum somit einen neuen, überraschenden Blick auf die Geschichte und die Figuren. Und weil dieser Effekt so wunderbar zu unserem Anliegen – Literatur und Lesen erlebbar machen – passt, möchten wir heute nun dieses besonders gelungene Stück samt seiner Bilderbuchvorlage von Hannes Hüttner vorstellen.

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Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt von Hannes Hüttner und illustriert von Gerhard Lahr erschienen bei Beltz Der KinderbuchVerlag

Es ist die Geschichte der siebenköpfigen Feuerwehrmannschaft unter Leitung von Löschmeister Wasserhose, die zwischen verschiedenen Einsätzen immer wieder Anlauf nimmt, um gemeinsam Kaffeepause zu machen. Nur will das einfach nicht so recht klappen. Immer wieder klingelt das Feuerwehrtelefon und ruft sie zu einem neuen Einsatz. Vom Wohnungsbrand bei Oma Eierschecke geht es zum Unfall von Emil Zahnlücke auf dem zugefrorenen See – und von da schließlich weiter zu einer umgefallenen Linde im Stadtzoo. Die Feuerwehrleute haben jede Menge zu tun und da muss der frisch aufgebrühte Kaffee halt warten. Er wird wohl oder übel kalt und zum Essen kommen die Feuerwehrleute auch nicht. Alle außer einem – der kleine Meier. Denn der findet im größten Einsatzstress noch Zeit für eine Stulle oder ein Stück Kuchen – schließlich hat er immer Hunger und muss bei Kräften bleiben.

Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt ist spannend, lehrreich und lustig zugleich. Vorallem Jungs werden daran ihre große Freude haben. So sind es doch meistens sie, die von all den verschiedenen Fahrzeugen samt Ausrüstung und technischen Raffinessen so begeistert sind. Die Feuerwehrmänner sind ihre Helden und eine Geschichte über sie motiviert auch diejenigen, die sonst eher selten ein Buch in die Hand nehmen. Aber natürlich ist es ebenso ein tolles Buch für kleine Feuerwehrfrauen – das steht außer Frage. Schließlich gibt es ja auch Juanita.

Juanita durften wir bei unserem Besuch im Puppentheater kennenlernen. Sie ist Feuerwehrfrau und verstärkt da tatkräftig die Mannschaft von Löschmeister Wasserhose. Weibliche Unterstützung sozusagen – eine gute Idee finden die Kinder und geben Applaus, als sie im Begrüßungslied vorgestellt wird.

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Ja und da haben wir sie schon – die erste große Überraschung, die sich die Macher des Puppentheaterstückes einfallen lassen haben. Die Feuerwehrcrew besteht hier aus vier Feuerwehrmännern und einer Feuerwehrfrau.

Und auch diese Crew versammelt sich immer wieder am großen Holztisch , um gemeinsam den wohlverdienten heißen Kaffee zu genießen. Der Tisch wird gedeckt, der Kaffee eingeschenkt, Becher und Stullen werden gezählt und man wünscht sich einen guten Appetit. Und dann…ja dann klingelt das Handy von Löschmeister Wasserhose, das er natürlich immer am Mann direkt vorn in seiner Feuerwehrhose dabei hat.

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Auch hier folgt ein Einsatz dem Nächsten und mit ihnen auch eine Überraschung der Nächsten. Da werden zum Beispiel auf der Bühne kleine Extra-Bühnen geschaffen, die das Publikum zum Staunen bringt. Ein Spindfach der Feuerwehrgarderobe dient einfach mal so als brennende Wohnung der armen Oma Eierschecke, aus der es kräftig qualmt. Schnell ist die Feuerwehrtruppe vor Ort und es heißt: Wasser marsch! Und wer an dieser Stelle einen gewöhnlichen Wasserschlauch erwartet, ist weit gefehlt..

Viel Überraschendes hält dieses Stück auch sonst noch für die kleinen und großen Gäste bereit. Mit sehr viel Liebe zum Detail werden Hüttners Bilder hier auf neue Art und Weise zum Leben erweckt. Und man verlässt die Vorstellung mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Ein großes Erlebnis diese kleine Bühne finden wir.

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