14/11/2016

Ben – Indianerhäuptling, Schildkrötenkenner und kleiner Bruder

Nach Lasse und Fred soll hier nun noch ein dritter junger Mann vorgestellt werden, der uns schon lang begleitet und nun auch endlich seinen Platz im EntdeckerKoffer bekommen wird. Die Rede ist von Ben – einem fröhlichen Blondschopf, der uns in zwei Bänden von der spannenden Zeit zwischen Kindergarten und erstem Schuljahr erzählt. Und er tut es mit einer so unvoreingenommenen Sichtweise, wie es eben nur ein Kind tun kann. Für die kleinen LeseEntdecker bedeutet das (Vor-)Lesespaß auf  Augenhöhe und für die Großen ist es ein wunderbarer Einblick in die Gefühlswelt eines Schulanfängers.

Ben. und Ben. – Schule, Schildkröten und weitere Abenteuer von Oliver Scherz und illustriert von Annette Swoboda, erschienen im Thienemann Verlag.

Ben. und Ben – Schule, Schildkröten und weitere Abenteuer © Thienemann Verlag, Illustrationen: Annette Swoboda

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24/02/2015

Vom Reichtum der Sprache – Andreas Steinhöfel in Dresden

Schon im November letzten Jahres hatte ich das Glück einem Vortrag von Andreas Steinhöfel lauschen zu können. Im Rahmen der Tagung „Literaturkritik unter der Lupe“ gewährte er unter dem Titel „Warme Herzen – eine Spurensuche“ einen Einblick in sein Schaffen, las aus unveröffentlichten Erzählungen und berichtete vom Entstehen seiner „Sonnenkinder“. Tief berührt war ich schon da von seinen besonderen Ausführungen.

Letzten Sonntag war er nun zu Gast in unserem schönen Dresdner Schauspielhaus. Dort hielt er im Rahmen der traditionsreichen Dresdner Reden ein Plädoyer für das Lesen und sprach über Entwicklungen unserer Sprach- und Lernkultur.

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Ein Sonntag Vormittag vor dem Schauspielhaus in Dresden.

Eine Lanze fürs Buch wolle er brechen – so begann Andreas Steinhöfel seine Rede vor dem vollbesetzten Saal. Doch anstelle daraufhin das Lesen und die Buchkultur auf einen hohen Sockel zu heben, sprach er erst einmal von den Anstrengungen, die das Lesen eben auch mit sich bringt und zählte Bewegründe auf, warum manche Menschen ihr Leben lang selten oder gar nicht zum Buch greifen und warum das für sie dann aber doch der richtige Weg sein kann. So viel Verständnis für etwas, was einem Autor eigentlich völlig fremd sein müsste, lässt erstaunen und macht ihn sehr sympathisch.

Und dann beginnt er damit die Lanze zu brechen – für das Buch und das textbasierte Lesen. Was ja im übertragenen Sinne nichts anderes bedeutet, als dem gedruckten Wort und der Literatur beizustehen und sich dafür einzusetzen – aber mit seinen Worten ist es dann eben doch viel mehr als das.

Lesen hat auch immer mit Emotionen zu tun und kann und sollte nie wirklich losgelöst davon passieren. Eine Tatsache, die wir vor allem unseren Kindern viel mehr ermöglichen – ja sogar zugestehen – sollten. Gelesenes verfestige sich viel besser, wenn es emotional begleitet wird, so Andreas Steinhöfel. Eine wichtige Erkenntnis, die Einzug in sämtliche Schulen unseres Landes halten sollte.

„Lesen bedeutet auch immer Spracherwerb.“

 

Unsere Sprache ist ein großer Reichtum, so Steinhöfel weiter. Ein Reichtum, den wir auch als solchen erkennen sollten – auch wenn wir ihn uns erst erarbeiten müssen. Das Gelesene überdenken – innehalten – wieder zurückblättern und dann erst verstehen. Ein Buch sei nie schnell und stehe somit im Gegensatz zur multimedialen Wissensvermittlung, die uns keine oder nur wenige Pausen lässt. Aber genau diese Pausen brauche es, um das Gelesene zu behalten und einen wirklichen Lerneffekt zu erzielen. Steinhöfel spricht von „Konzentration statt Zerstreuung“ und davon, dass Lernen anstrengend sein muss, um nachhaltig zu sein.

„Wer sich nicht streckt, wird nicht erwachsen.“

 

Schnell vergangen ist die knappe Stunde seiner Rede und hat in vielerlei Hinsicht bereichert. Mitgenommen habe ich nicht nur zwei signierte Exemplare für den EntdeckerKoffer, sondern außerdem eine neue Sichtweise auf Literatur für all jene, die noch nicht erwachsen sind und sich noch strecken müssen. Danke Herr Steinhöfel!

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Für die LeseEntdecker signiert: „Glücksstadt“ und „Anders“.

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4/12/2014

Große Bühne für Elfrid und Mila

Für die Vorweihnachtszeit haben wir uns dieses Jahr die LeseEntdecker Glanzlichter ausgedacht. Sie mischen sich immer einmal wieder unter unsere gewohnten Besprechungen und Beiträge und sollen hier für ein wenig Weihnachtsglanz sorgen.

GlanzlichterBeginnen möchten wir mit einem Einblick in die weihnachtliche Theater-Inszenierung von Elfrid & Mila, die wir vor kurzem am tjg Dresden besuchen durften. Ein großes Erlebnis für Klein und Groß auf Grundlage einer sehr amüsanten Buchvorlage aus Schweden.

Elfrid & Mila – Das Weihnachtswichtelwunder von Pernilla Oljelund, übersetzt von Birgitta Kicherer und illustriert von Susanne Göhlich, erschienen im Gerstenberg Verlag. Am Theater der jungen Generation Dresden unter dem Titel Elfrid, Mila und das Wunschzettelwunder in einer Fassung von Kathi Loch uraufgeführt.

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Elfrid & Mila – Das Weihnachtswichtelwunder © Gerstenberg Verlag, Illustrationen: Susanne Göhlich

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19/08/2014

FlohmarktGlück am Dienstag: Paddington Bär

Wir haben den Dienstag nun auserkoren, um euch in Zukunft hier ab und zu Fundstücke von unseren Flohmarktstreifzügen vorzustellen. Den Anfang macht ein sehr liebenswerter Bär namens Paddington. Mit etwas Glück stößt man immer mal wieder auf ein paar ältere Ausgaben seiner Abenteuer. In diesem Fall handelt es sich um eine Bilderbuchausgabe von 1999, erschienen bei der Edition Riesenrad sowie um drei Bände der 1987/1988 in der Benziger Edition im Arena Verlag verlegten Paddington-Reihe. Schon etwas vergriffen, aber echte Schätze im EntdeckerKoffer.

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FlohmarktGlück: Paddington Bär

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9/08/2014

Willkommen im Mumintal – Zum 100. Geburtstag von Tove Jansson

Bevor es mit unserer Schwedenreise hier weitergeht, möchten wir heute einen kleinen Abstecher ins noch weiter nördlich gelegene Finnland unternehmen. Denn von da kommt Tove Jansson – eine weitere wunderbare nordische Autorin, die heute 100 Jahre geworden wäre. Ähnlich wie Astrid Lindgren hat auch sie mit ihren Geschichten dazu beigetragen, eine neue Form der Kinderliteratur zu schaffen. Auch sie traute den Kindern mehr zu und schuf für sie eine ganz außergewöhnliche Welt mit sonderbaren Figuren und Charakteren. Sie schuf die Mumins – eine liebenswürdige Trollfamilie, die im Mumintal wohnt und da so manches Abenteuer besteht.

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Selbstportrait von Tove Jansson mit ihren Trollen © Moomin Characters™

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19/05/2014

Eine Geschichte über Freundschaft

Zurück vom Meer, noch mit dem Gefühl von Sand zwischen den Zehen und dem Geruch von Salzwasser in der Nase, machen wir uns wieder an die Arbeit und stellen euch heute ein Kinderbuch vor, das uns das Meeresrauschen noch einmal ganz nahe bringt.

Eine Muschel für Romy von Tanya Stewner und illustriert von Martina Hoffmann, erschienen bei FISCHER KJB.

SONY DSCNahe gebracht wird hier allerdings nicht nur das Meeresrauschen, sondern vor allem die Bedeutung von Freundschaft. Tanya Stewner widmet ihr neues Kinderbuch dem für kleine LeseEntdecker so elementaren Thema der Freundschaft. Mit viel Feingefühl erzählt sie die Geschichte einer anfänglichen Mädchenfreundschaft mit ihren schönen Momenten aber auch Hürden. Sie lässt uns teilhaben an der Gedankenwelt der kleinen Romy, die uns zeigt, dass es für ein kleines Mädchen gar nicht so einfach ist, eine gefundene Freundschaft auch zu halten und dass befreundet sein, eben auch erst gelernt sein will. Weiterlesen

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