Auf dem Bauernhof

Auf dem Bauernhof

Diesmal gibt es gleich zwei BuchEntdeckungen auf einmal. Es handelt sich dabei ganz klar um Vorlesebücher. Denn es macht ganz besonders viel Spaß aus ihnen vorzulesen und vorallem zuzuhören. Wir haben sie mit auf eine Reise genommen und erprobt. Bei dem kleinen Publikum kamen sie super an. Warum das so war? Darüber möchten wir hier berichten.

Die kleine Gans, die aus der Reihe tanzt und Aufstand auf dem Hühnerhof von Jean-Francois Dumont erschienen bei arsEdition München.

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Die kleine Gans, die aus der Reihe tanzt heißt Zita. Um sie geht es in der Geschichte – aber eigentlich geht es noch viel mehr darum, wie wichtig Selbstvertrauen ist. Denn Zita ist anders als die anderen Gänse. Sie hat ihren eigenen Takt und watschelt nicht wie die anderen. Erst einmal stößt das natürlich auf Verwunderung und sogar Ablehnung. Doch auch wenn die kleine Gans zunächst traurig ist und an sich zweifelt, lässt sie sich nicht unterkriegen und watschelt allein den Weg entlang. Schnell bemerken die anderen Tiere auf und um den Bauernhof die ganz eigene Melodie, die Zita dabei vorgibt. Und sie finden daran Gefallen und schließen sich ihr an. Einer nach dem anderen.

Und genau diese Melodie ist der Grund, warum dieses Buch ein eindeutiges Vorlesebuch ist. Sie wird im Buch durch die Aneinanderreihung von lautmalerischen Wörtern dargestellt und entfaltet sich natürlich erst beim Vorlesen so richtig. Jedes Tier setzt in Zitas Melodie mit seinen ganz eigenen Lauten ein und am Ende entsteht ein Rhythmus, der alle mitreißt und tanzen lässt. Nicht nur die Tiere im Buch, sondern eben auch den Vorlesenden und das zuhörende Publikum. So unsere Erfahrung, als wir zu einer Vorlesestunde auf dem Bauernhof eingeladen hatten. Sich dabei im Stroh und somit quasi am Ort des Geschehens zu befinden, macht dann natürlich noch zusätzlich Spaß.

Um das Anderssein geht es auch in dem Nachfolgeband Aufstand auf dem Hühnerhof. Zita ist auch wieder mit dabei. Den Aufstand gibt es aber diesmal nicht wegen ihr, sondern wegen eines Igels. Der taucht eines Tages einfach auf dem Hühnerhof auf und sorgt für großes Aufsehen, denn so Einen hat man hier noch nie gesehen.

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Beide Bücher regen dazu an, um mit Kindern über Toleranz und Individualität zu sprechen. Daher unser EntdeckerTipp an dieser Stelle: Mit etwas größeren Kindern können beide Geschichten ganz wunderbar für das heimische Puppentheater inzeniert werden. Jeder übernimmt eine Rolle und vesetzt sich somit direkt in die Lage des jeweiligen Tieres. Die Großen werden sicher erstaunt sein, wie schnell die Kleinen ihre Texte sicher drauf haben.

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