9/10/2018

Reiseliteratur für kleine LeseEntdecker – diesmal: Venedig

Wenn Kinder reisen, dann tun sie das meistens für den Moment und zurück bleibt vor allem ein Gefühl. Ein Gefühl, mit dem dieser Ort für sie für immer verbunden sein wird. Bei manchen Reisezielen kann daraus sogar ein wahrer Erinnerungsschatz werden und es lohnt besonders ein wenig Reiseliteratur anzuschaffen, um genau diesen Schatz auch zuhause immer wieder lebendig werden zu lassen. Venedig gehört in jedem Falle zu einer solchen Auswahl an besonderen Reisezielen für die Kindheit, was auch der Grund für diesen Artikel ist. Wir haben die Lagunenstadt am Mittelmeer besucht und zwei ganz wunderbare Bücher mitgenommen. Begleitet uns auf dieser Reise und lasst euch verzaubern!

Literarische Begleiter durch Venedig

Eine Stadt im Meer, wo es weder Autos, noch Straßenbahnen gibt und alles über den Schiffsverkehr geregelt wird, ist an sich schon unheimlich spannend – ranken sich um diese Stadt dann auch noch verschiedene Mythen und Legenden, dann ist sie wie dafür gemacht, um sie gemeinsam mit den kleinen LeseEntdeckern zu erkunden.

Wir sind von Mestre aus mit dem Zug gestartet, was schon einmal für viel Spannung gesorgt hat, da wir uns der Lagune so Stück für Stück genähert haben und mit platt gedrückten Nasen an der Zugscheibe den “Wer-sieht-Venedig-als-erster-Wettbewerb veranstaltet haben. Beim Heraustreten aus dem Bahnhof Venezia Santa Lucia haben die Augen dann aber trotzdem noch einmal mehr geleuchtet – vor uns der Canal Grande mit unzähligen Gondeln, Booten und Wasserbussen. Und natürlich war die Fahrt in einem solchen Wasserbus, einem sogenannten Vaporetto, auch ein Highlight für die kleinen Venedigtouristen. Aber längst nicht das Einzige.

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28/09/2016

Mit Fred unterwegs im Norden

Für längere Autofahrten mit kleinen LeseEntdeckern an Bord sind ja Hörspiele immer ein guter Begleiter. Sie lassen die vielen Autobahnstunden etwas schneller vergehen, weil sie der Fantasie Flügel verleihen – ähnlich wie beim (Vor-)Lesen, das aber beim Fahren nicht jedermanns Sache ist. Auf unserem Weg nach Dänemark haben wir deswegen auch reichlich Hörgeschichten mitgenommen. Eine davon war ganz speziell ausgesucht – sie sollte uns ein wenig in Stimmung und dem Land samt seiner Vergangenheit näher bringen. Wie sehr sie das am Ende tun würde, war uns allerdings bei Reiseantritt noch nicht klar.

Die Rede ist von der wunderbaren Hörspiel-Produktion Fred bei den Wikingern. Sie ist Teil einer Reihe, die Sach- und Abenteuerhörspiel vereint und Geschichte somit unheimlich spannend macht. Uns hat sie auf den Straßen Dänemarks so begeistert, dass wir uns auf die Suche nach dem Haupthandlungsort des Hörspiels begeben haben – einem Wikingerdorf. Mit Bildern von dort soll diese besondere (Hör-)Entdeckung hier nun vorgestellt werden, um Einzug in den EntdeckerKoffer zu halten.

Fred bei den Wikingern – Jarl Ragnalds Vermächtnis von Birge Tetzner, erschienen bei ultramar media.

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11/08/2014

Auf den Spuren von Astrid Lindgren (Teil III)

Ein weiteres Ziel auf unserer Reise durch Schweden war Astrid Lindgrens Näs. Der Ort, der ihre Heimat war – an dem sie aufgewachsen ist und an dem heute eine Dauerausstellung zu ihrem Leben und Werk eingerichtet ist. Im letzten Teil unseres Reiseberichts möchten wir nun von unserem Besuch an diesem Ort erzählen.

SONY DSCIn Astrid Lindgrens Welt kann man Teil jeder ihrer Geschichten sein. In der Ausstellung in Näs geht es aber vor allem um eine Geschichte – ihre eigene. Doch auch an dieser Geschichte kann man dank eines sehr guten Audio-Guides mehr als teilhaben. Die persönliche Führung durch die Ausstellung per Kopfhörer ermöglicht es den Besuchern sich in die verschiedenen Lebensabschnitte der Autorin hineinzuversetzen und die Entstehung ihrer Geschichten und Figuren nachzuvollziehen. Dabei porträtiert die Ausstellung Astrid Lindgren aber nicht nur als die weltberühmte Kinderbuchautorin, sondern vor allem als Mensch. Man lernt Astrid als Tochter, Schwester oder als Freundin kennen – ebenso aber auch als Mutter, Ehefrau sowie gesellschaftlich und politisch engagierte Frau. Besonders begeistert waren wir von dem Audio-Guide speziell für Kinder – jede Station in der Ausstellung wird damit kindgerecht erklärt. Überall haben wir kleine LeseEntdecker stolz mit ihren eigenen Kopfhörern herumlaufen sehen. In dieser Ausstellung werden die Kinder ernst genommen – das passt und gefällt uns natürlich gut.

Gleich zu Beginn des Rundgangs kann man sich einen sehr schönen Film über Astrid Lindgren anschauen, durch den man einen ersten Überblick über ihr Leben bekommt. Anschließend taucht man dann ganz in die Ausstellung ein. Jeder Besucher geht sicherlich anders durch die Räume und legt sein Augenmerk auf andere Dinge. Die Details, die uns besonders gefallen, berührt oder erstaunt haben, möchten wir euch an dieser Stelle zeigen.

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3/08/2014

Auf den Spuren von Astrid Lindgren (Teil II)

Nach unserem Besuch auf dem Katthulter Hof ging es mit unserer Reise von Welt zu Welt weiter. Wir wollten unbedingt das Haus eines sehr bekannten kleinen Herren aufsuchen, um es genau in Augenschein nehmen zu können. Das Haus von dem schönen und grundgescheiten und gerade richtig dicken Mann in seinen besten Jahren – Karlsson vom Dach.

Er wohnt oben auf dem Dach, der Karlsson, und schon das ist ja etwas recht Außergewöhnliches. Es mag in anderen Gegenden der Welt anders sein, aber in Stockholm kommt es fast nie vor, dass jemand in einem besonders kleinen Haus oben auf dem Dach wohnt. Das aber tut Karlsson.

Schon von Weitem konnten wir das kleine gelbe Haus des besten Kunstfliegers der Welt sehen. Und es stand nicht nur auf dem Dach eines einfachen Stockholmer Stadthauses, sondern thronte auf einem wahren Rutsch- und Kletterparadies für Kinder.

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1/08/2014

Auf den Spuren von Astrid Lindgren (Teil I)

Wir sind wieder zurück von unserer Schwedenreise und haben von da unheimlich viele Eindrücke und Entdeckungen mitgebracht. In drei Teilen möchten wir euch hier nun davon berichten und euch in eine Gegend mitnehmen, in der Kinderträume wahr werden – nach Südschweden.

Anfang Juli zeigt sich die ohnehin unvergleichliche schwedische Natur von ihrer schönsten Seite. Die wenig befahrenen Straßen werden von weiten Kornfeldern gesäumt, denen die verschiedensten Blumen am Rand einen bunt getupften Rahmen verleihen. Ist man zum ersten Mal in Schweden, sitzt man eigentlich nur still im Auto und genießt, wie ein Feld nach dem nächsten an einem vorüberzieht.  Immer wieder tauchen zwischendrin kleine Höfe auf – die Häuser ganz in schwedischem Look aus Holz und mit einem dunkelroten Anstrich versehen, vermitteln uns ein Gefühl von Idylle und Geborgenheit.

Der Grund für dieses aufkommende Gefühl steht wohl aber vor allem in Verbindung mit einer sehr besonderen Autorin, deren Geschichten uns veranlassen diese wunderschöne schwedische Landschaft unweigerlich mit lachenden Kindern, Naturverbundenheit, Ruhe und Ursprünglichkeit in Verbindung zu bringen – Astrid Lindgren.

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27/02/2014

Reiselektüre für kleine LeseEntdecker

Ist man auf Reisen, dann leistet die mitgenommene Reiselektüre meist einen nicht ganz unerheblichen Beitrag dazu, wie wir die uns noch unbekannten Länder, Städte und Orte erleben. Und damit ist nicht nur der typische Reiseführer gemeint, den man meistens dabei hat. Wir meinen viel eher die Geschichten und Erzählungen, die wir uns mitnehmen, um sie in einer ruhigen Minute durchzublättern und zu lesen. Besonders eindrücklich sind natürlich jene, die von den Orten erzählen, die wir gerade bereisen und entdecken wollen. Für kleine Leute ist es sogar sehr wichtig eine Art Rückzugspunkt zu haben, während so viel Neues auf sie einströmt. Ein Buch leistet dies unserer Meinung nach in besonderem Maße.

Ein sehr gelungenes Beispiel für einen solchen Reisebegleiter möchten wir deswegen heute vorstellen. Er hat uns während unseres Aufenthalts in Zürich begleitet.

Gute Nacht, Zürich – Eine Stadt geht schlafen von Dorothee Hesse und illustriert von Ute Simon erschienen bei Bohem Press.

SONY DSCEs ist die Geschichte des kleinen Nachtwächters, der sich jeden Abend auf den Weg macht, um in Zürich überall die Türen abzuschließen. Seine Tour führt ihn und somit auch uns zu einigen der bekanntesten Orte der Stadt. Zuerst geht es zum Opernhaus und anschließend zum Kinderspital. Da wartet man ganz besonders auf den bärtigen Freund, denn er liest den Kindern jeden Abend noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Nächste Station ist der Züricher Zoo und danach geht es zur roten Polybahn, die vom Nachtwächter noch einmal geölt werden muss.

SONY DSCImmer dabei hat er natürlich seine Laterne, die ihm auch auf dunklen Straßen den Weg leuchtet. Sie führt ihn weiter zur Sternwarte, ins Spielzeugmuseum und schließlich zum schönen Fraumünster direkt an der Limmat gelegen. Von da aus setzt er seinen Arbeitsweg dann über das Wasser fort und wir gelangen noch zum Zürichsee – der darf natürlich unmöglich fehlen.

Auf jeder Seite erfahren wir ein paar interessante Fakten über die betreffende Station oder lernen jemanden kennen. So zum Beispiel einen kleinen Teddybären, der im Spielzeugmuseum wohnt. Besonders toll ist es dann natürlich, wenn man dieses Spielzeugmuseum auch wirklich besucht und man den einen bestimmten Teddy unter vielen meint entdeckt zu haben.

Außerdem haben wir im Spielzeugmuseum dann auch den Nachtwächter entdeckt. Zwar nicht persönlich, aber in genau der Gestalt, in der er uns schon sehr vertraut ist – zwischen den Seiten von Gute Nacht, Zürich.

SONY DSCEin zauberhafter Reisebegleiter für kleine Leute ist dieses dünne Bilderbuch. Mit ganz einfachen und ruhigen Bildern erzählt es von der kleinsten Weltstadt der Welt. Die Idee den Text auf jeder Seite in Hochdeutsch wie auch in Schwiizertüütsch abzudrucken, gefällt uns besonders gut. So kann beim Vorlesen gleich einmal auf die große Frage zur unbekannten Sprache eingegangen werden. Kinder sind meist sehr offen für andere Sprachen und Dialekte, wollen sie aber in gewisser Weise übersetzt und erklärt bekommen. Mit dieser Geschichte dürfte das kein Problem sein.

Wir hoffen diese Reihe wird noch für viele andere Städte fortgesetzt. Mit Gute Nacht, Bern hat der Verlag schon einmal einen Anfang gemacht.

Unser EntdeckerTipp in diesem Zusammenhang liegt diesmal fast auf Hand. Nehmt Bücher mit auf die Reise und haltet mit ihnen immer wieder inne, um den Ort, an dem ihr seid, wirklich kennenzulernen.

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