20/10/2020

Ein Buch, das in Erinnerung bleibt

Ein weiteres Buch, das ich dieses Jahr gern auf der Buchmesse gesehen hätte, ist dieses wichtige Bilderbuch im schönsten Rot. Schon von weitem hätten einem die beiden Damen auf dem Cover freundlich entgegengeblickt und vielen wäre wohl sofort die Ähnlichkeit aufgefallen, die in den beiden verschmitzt dreinblickenden Augenpaaren liegt.

Ja, hier wird von der besonderen Beziehung zwischen einer Oma und ihrer Enkelin erzählt. Aber längst nicht nur – dieses Bilderbuch reiht gleich mehrere Geschichten aus der Vergangenheit sowie aus dem Hier und Jetzt aneinander und widmet sich so dem wichtigen Thema der Altersdemenz – dem Vergessen im Alter.

Oma Kuckuck von Frauke Angel und illustriert von Stephanie Brittnacher, erschienen bei der Edition Pastorplatz.

Oma Kuckuck © Edition Pastorplatz, Illustration: Stephanie Brittnacher
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30/09/2020

Das Meer – Ein Ort, fünf Bücher

Bücher, die uns immer wieder, wann auch immer wir wollen, an einen bestimmten Ort (zurück)bringen, können sehr wertvoll sein. Sie versetzen uns mit Worten oder Bildern in einen Gemütszustand, den wir nur an diesem bestimmten Ort empfinden, erinnern uns an dort Erlebtes oder zeugen noch von einem vergangenen Besuch an einer bestimmten Stelle, an der das Buch unser Begleiter war.

Um Letzteres soll es in diesem Beitrag nun gehen – Bücher als Begleiter zu einem bestimmten Ort. In diesem Fall sogar zu einem Ort, der für viele Menschen ein wahrer Sehnsuchtsort ist – das Meer.

Fünf Bücher für den nächsten Besuch am Meer möchten wir vorstellen. Aus allen rieselt noch der feine Sand von unserem letzten Besuch am Strand und so manches Sandkorn wird wohl auch auf immer zwischen den Seiten versteckt bleiben. Alle vereint sie der Bezug zum Meer, aber bei jedem Buch nehmen die LeserInnen es aus ganz unterschiedlichen Perspektiven wahr. Und genau diese Vielseitigkeit, mit der Bücher ein bestimmtes Thema für ganz unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen und Altersstufen greifbar machen können, soll hier deutlich gemacht werden. Wir müssen sie nur ganz selbstverständlich mit in unsere Wirklichkeit integrieren, dann wird auch aus einem Tag am Meer, ein Erlebnis, das wir zuhause immer wieder aufschlagen können.

Buchbegleiter ans Meer – Ein Thema aus fünf unterschiedlichen Blickwinkeln
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21/07/2020

Literarische Reisen für den Sommer

Während meiner letzten Ferien im schönen Italien war dieser wunderbare Reiseführer noch nicht erschienen. Also entdeckte ich ihn quasi im Nachhinein und schwelgte zuhause in Erinnerungen. Was für ein Glück möchte ich heute fast sagen, denn so weiß ich nun um den Wert dieses besonderen Reisebuches auch aus der Ferne. Denn mit diesem außergewöhnlich gestalteten Buch lässt es sich ganz wunderbar von zuhause aus in das Land von Pizza, Eiscreme und vielem mehr reisen. Und das ist wohl gerade in diesem Jahr von großer Bedeutung. Deswegen habe ich es nun mit für unseren Sommerkorb an literarischen Reisen ausgewählt. Buon Viaggio!

Auf gehts´s nach Italien! Eine Reise ins Land von Pizza, Eiscreme und vielem mehr… von Anna Ładecka, übersetzt von Katharina Wawrzon-Stewart und illustriert von Monika Utnik-Strugała, erschienen bei Kleine Gestalten.

Unser Korb für literarische Reisen im Sommer – Mit dabei: Auf geht´s nach Italien © Kleine Gestalten, Illustration: Monika Utnik-Strugała
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29/06/2020

Ein Ort voller Geschichte(n)

Einen Handlungsort besuchen und durch die Räume einer Geschichte wandeln, kann ein sehr besonderes Erlebnis sein. Vor allem dann, wenn dieser Handlungsort nicht nur Kulisse für eine einzelne Geschichte ist, sondern selbst Geschichte geschrieben hat – 100 Jahre deutsche Geschichte. Das Alexander Haus oder auch einfach das Sommerhaus am See ist ein solcher Ort. Ein Haus ganz in der Nähe von Berlin, gelegen am Groß Glienicker See und stets an der vordersten Front der Geschichte, wie es Autor Thomas Harding sehr treffend beschrieben hat.

Ich habe es besucht und bin mindestens genauso berührt und beeindruckt von diesem Ort heimgekehrt, wie ich auch den Roman, der die Geschichte dieses Seelenortes erzählt, beendet habe. Für die jüngeren LeserInnen ist im Verlagshaus Jacoby & Stuart nun das Bilderbuch dazu erschienen. Bei meinem Besuch in Groß Glienicke hatte ich es dabei und möchte es nun hier auch unbedingt vorstellen. Denn endlich halte ich ein Buch in den Händen, mit dem man auch die jüngste und gleichzeitig wohl auch die am schwersten zu erklärende Geschichte des Landes schon für etwas jüngere Kinder greifbar machen kann. Doch zuvor lasse ich meinen Weg zu diesem geschichtsträchtigen Fleckchen Erde noch kurz Revue passieren – ein paar wichtige Hintergrunddetails mit inbegriffen.

Sommerhaus am See – Das Bilderbuch von Thomas Harding, übersetzt von Nicola T Stuart und illustriert von Britta Teckentrup, erschienen bei Jacoby & Stuart.

Sommerhaus am See – Das Bilderbuch © Jacoby & Stuart, Illustration: Britta Teckentrup
(Im Hintergrund: Sommerhaus am See – Der Roman © dtv)
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21/04/2020

Mit Büchern bunte Brücken bauen (Teil V)

Es gibt diese Bücher, bei denen man beim Vorlesen selbst auf jeder Seite mindestens einmal innehält und ganz ergriffen beginnt den Kopf zu schütteln, weil das eben Gelesene etwas so treffend und so berührend beschreibt, dass man sich nur wundern kann, warum das zuvor noch nie jemand so gesagt oder gedacht hat.

Um ein solches Buch soll es in diesem Beitrag nun gehen und ich greife ein wenig vorweg, indem ich schon einmal verrate, dass diese Tatsache vor allem daran liegt, dass wir es hier mit größter Harmonie zwischen Text und Bild zu tun haben. Das Staunen bezieht sich immer wieder auf das Zusammenspiel zwischen Gelesenem und Illustriertem. Eine wunderschöne Bilderbuchkomposition.

Wenn die Jahreszeiten träumen von Haddy Njie und Lisa Aisato, übersetzt aus dem Norwegischen von Neele Bösche und erschienen im Atrium Verlag.

Wenn die Jahreszeiten träumen ©Atrium Verlag, Illustrationen: Lisa Aisato
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25/11/2019

Vorlesen ist bunt

Den diesjährigen Vorlesetag haben wir mit drei Kindergartengruppen verbracht. Das Wunschthema der Erzieherinnen und Kinder war die Welt der Farben, da sie die gerade auch zum Projektthema des Jahres auserkoren haben. So sind wir zwar etwas vom offiziellen Thema abgewichen, an der erforderlichen Bewegung hat es aber trotzdem nicht gefehlt, das sei versichert.

Insgesamt hatten wir acht Bilderbücher im Gepäck – fünf haben wir vorgelesen und bei zwei Büchern konnten die kleinen LeseEntdecker sogar direkt in die Geschichte eintauchen und die Farben ganz unmittelbar kennenlernen und erfahren. Eine kleine Besonderheit der Veranstaltung war außerdem, dass sie symbolisch für ein neues Projekt von uns stehen soll, das wir im kommenden Jahr noch weiter vorantreiben möchten. Die vorgelesenen Bücher haben wir in den Gruppen belassen, um die bisher teilweise noch recht kleinen Gruppenzimmer-Bibliotheken der Kita etwas aufzustocken. So können die mitgebrachten Bücher weiterhin im Kita-Alltag eine Rolle spielen und immer wieder vorgelesen werden.

Zu diesem Projekt inspiriert, hat uns die Initiative Gütesiegel Buchkindergarten, an der zur letzten Ausschreibungsphase viel zu wenig Kindergärten aus den neuen Bundesländern beteiligt waren. Gern möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass sich das ändert.

Unser kunterbunter VorleseKoffer
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