30/09/2020

Das Meer – Ein Ort, fünf Bücher

Bücher, die uns immer wieder, wann auch immer wir wollen, an einen bestimmten Ort (zurück)bringen, können sehr wertvoll sein. Sie versetzen uns mit Worten oder Bildern in einen Gemütszustand, den wir nur an diesem bestimmten Ort empfinden, erinnern uns an dort Erlebtes oder zeugen noch von einem vergangenen Besuch an einer bestimmten Stelle, an der das Buch unser Begleiter war.

Um Letzteres soll es in diesem Beitrag nun gehen – Bücher als Begleiter zu einem bestimmten Ort. In diesem Fall sogar zu einem Ort, der für viele Menschen ein wahrer Sehnsuchtsort ist – das Meer.

Fünf Bücher für den nächsten Besuch am Meer möchten wir vorstellen. Aus allen rieselt noch der feine Sand von unserem letzten Besuch am Strand und so manches Sandkorn wird wohl auch auf immer zwischen den Seiten versteckt bleiben. Alle vereint sie der Bezug zum Meer, aber bei jedem Buch nehmen die LeserInnen es aus ganz unterschiedlichen Perspektiven wahr. Und genau diese Vielseitigkeit, mit der Bücher ein bestimmtes Thema für ganz unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen und Altersstufen greifbar machen können, soll hier deutlich gemacht werden. Wir müssen sie nur ganz selbstverständlich mit in unsere Wirklichkeit integrieren, dann wird auch aus einem Tag am Meer, ein Erlebnis, das wir zuhause immer wieder aufschlagen können.

Buchbegleiter ans Meer – Ein Thema aus fünf unterschiedlichen Blickwinkeln
Weiterlesen
22/07/2020

Literarische Reisen für den Sommer (Teil II)

Wir bleiben noch etwas in Italien. Um genauer zu sein in der Hauptstadt des Landes – im ewigen Rom, sagenumwogene Stadt am Tiber, Sehnsuchtsort der Menschheit und Handlungsschauplatz des brandneuen und lang ersehnten Fred-Abenteuers von ultramar media. Ein großartiges Hörspiel, das in den Ferien auf keinen Fall fehlen sollte.

Fred im alten Rom – Im Schatten des Kolosseums von Birge Tetzner, erschienen bei ultramar media.

Unser Korb für literarische Reisen im Sommer – Mit dabei: Fred im alten Rom – Im Schatten des Kolosseums © ultramar media, Illustration: Karl Uhlenbrock
Weiterlesen
29/06/2020

Ein Ort voller Geschichte(n)

Einen Handlungsort besuchen und durch die Räume einer Geschichte wandeln, kann ein sehr besonderes Erlebnis sein. Vor allem dann, wenn dieser Handlungsort nicht nur Kulisse für eine einzelne Geschichte ist, sondern selbst Geschichte geschrieben hat – 100 Jahre deutsche Geschichte. Das Alexander Haus oder auch einfach das Sommerhaus am See ist ein solcher Ort. Ein Haus ganz in der Nähe von Berlin, gelegen am Groß Glienicker See und stets an der vordersten Front der Geschichte, wie es Autor Thomas Harding sehr treffend beschrieben hat.

Ich habe es besucht und bin mindestens genauso berührt und beeindruckt von diesem Ort heimgekehrt, wie ich auch den Roman, der die Geschichte dieses Seelenortes erzählt, beendet habe. Für die jüngeren LeserInnen ist im Verlagshaus Jacoby & Stuart nun das Bilderbuch dazu erschienen. Bei meinem Besuch in Groß Glienicke hatte ich es dabei und möchte es nun hier auch unbedingt vorstellen. Denn endlich halte ich ein Buch in den Händen, mit dem man auch die jüngste und gleichzeitig wohl auch die am schwersten zu erklärende Geschichte des Landes schon für etwas jüngere Kinder greifbar machen kann. Doch zuvor lasse ich meinen Weg zu diesem geschichtsträchtigen Fleckchen Erde noch kurz Revue passieren – ein paar wichtige Hintergrunddetails mit inbegriffen.

Sommerhaus am See – Das Bilderbuch von Thomas Harding, übersetzt von Nicola T Stuart und illustriert von Britta Teckentrup, erschienen bei Jacoby & Stuart.

Sommerhaus am See – Das Bilderbuch © Jacoby & Stuart, Illustration: Britta Teckentrup
(Im Hintergrund: Sommerhaus am See – Der Roman © dtv)
Weiterlesen
9/10/2018

Reiseliteratur für kleine LeseEntdecker – diesmal: Venedig

Wenn Kinder reisen, dann tun sie das meistens für den Moment und zurück bleibt vor allem ein Gefühl. Ein Gefühl, mit dem dieser Ort für sie für immer verbunden sein wird. Bei manchen Reisezielen kann daraus sogar ein wahrer Erinnerungsschatz werden und es lohnt besonders ein wenig Reiseliteratur anzuschaffen, um genau diesen Schatz auch zuhause immer wieder lebendig werden zu lassen. Venedig gehört in jedem Falle zu einer solchen Auswahl an besonderen Reisezielen für die Kindheit, was auch der Grund für diesen Artikel ist. Wir haben die Lagunenstadt am Mittelmeer besucht und zwei ganz wunderbare Bücher mitgenommen. Begleitet uns auf dieser Reise und lasst euch verzaubern!

Literarische Begleiter durch Venedig

Eine Stadt im Meer, wo es weder Autos, noch Straßenbahnen gibt und alles über den Schiffsverkehr geregelt wird, ist an sich schon unheimlich spannend – ranken sich um diese Stadt dann auch noch verschiedene Mythen und Legenden, dann ist sie wie dafür gemacht, um sie gemeinsam mit den kleinen LeseEntdeckern zu erkunden.

Wir sind von Mestre aus mit dem Zug gestartet, was schon einmal für viel Spannung gesorgt hat, da wir uns der Lagune so Stück für Stück genähert haben und mit platt gedrückten Nasen an der Zugscheibe den “Wer-sieht-Venedig-als-erster-Wettbewerb veranstaltet haben. Beim Heraustreten aus dem Bahnhof Venezia Santa Lucia haben die Augen dann aber trotzdem noch einmal mehr geleuchtet – vor uns der Canal Grande mit unzähligen Gondeln, Booten und Wasserbussen. Und natürlich war die Fahrt in einem solchen Wasserbus, einem sogenannten Vaporetto, auch ein Highlight für die kleinen Venedigtouristen. Aber längst nicht das Einzige.

Weiterlesen

27/03/2018

Kaleidoskop im März

Immer dann, wenn sich unser Bücherstapel mit neuen oder längst überfälligen Entdeckungen besonders hoch gen Decke stapelt oder Ereignisse und Anlässe, denen wir hier gern Platz geben möchten, dicht auf dicht folgen, denken wir darüber nach, all dies hier zusammen vorzustellen – als eine Art Sammlung von Stichpunkten, Eindrücken, Ausblicken und Bildern. Der März ist mit seinen vielen Neuerscheinungen und Terminen natürlich besonders prädestiniert dafür und weil er auch so herrlich den nahenden Frühling einläutet, soll er nun der erste Monat sein, in dem wir ein solches buntes Kaleidoskop an Entdeckungen hier für alle kleinen und großen LeseEntdecker zusammenstellen.

Buntes Sammelsurium an Entdeckungen – unser Kaleidoskop im März, © Alessandro Paiva

Weiterlesen

22/02/2018

Unser Hauptstadtbesuch Teil I – Im Gespräch mit Britta Teckentrup

Manchmal beginnt man etwas Neues am besten mit einem Blick zurück. Unser Rückblick in diesem noch recht frischen Jahr führt uns noch einmal in den vergangenen November, der uns für zwei ganz wunderbare Gespräche in die Hauptstadt reisen lassen hat. Und weil wir aus diesen Begegnungen dort in so vielerlei Hinsicht unbeschreiblich viel Freude und Zuversicht auf und für 2018 mitgenommen haben, sollen sie nun symbolisch hier das neue LeseEntdeckerJahr einläuten. Den Anfang macht das Gespräch mit der wundervollen Illustratorin und Künstlerin Britta Teckentrup, das wir im Folgenden nun noch einmal Revue passieren lassen möchten.

Unser Treffpunkt ist ein kleines italienisches Café mit integrierter Salumeria mitten in Prenzlauer Berg. Gerade noch so gibt es für uns einen freien Tisch – trubelig und geschäftig geht es her, Kaffeeduft liegt in der Luft und der Raum ist erfüllt von diesem typischen Grundrauschen eines Cafés aus Gesprächen, Geschirrgeklapper und leiser Hintergrundmusik. Es dauert nicht lange und auf unserem Tisch stehen zwei Tassen Kaffee, Bücher werden ausgebreitet und es heißt abtauchen in Brittas wunderbare Welt aus Bildern, Lyrik und Atmosphäre.

Sigismondo Berlin – Unser Treffpunkt mit Britta Teckentrup

Was besonders auffällt, wenn man sich Brittas Arbeit anschaut, ist das weite Spektrum und die Vielfalt an Veröffentlichungen. Da gibt es beispielsweise für die Allerkleinsten die Natur-Pappbuch-Reihe, die verschiedene Tiere vorstellt oder das Klappenbuch über die Wunderdinge der Natur. Für etwas größere Kinder geht es weiter mit den Guckloch-Büchern zum Baum, den Bienen und ganz neu zum Mond, außerdem mit verschiedenen Tierbilderbüchern wie zum Beispiel Greta Glühwürmchen, Neon Leon oder Weck bloß den Tiger nicht auf. Wunderbar sind auch ihre unterschiedlichen Such-Bücher, die besonders das genaue Hinschauen der kleinen LeseEntdecker fördern sollen oder die hinreisenden Abenteuer des kleinen Raben Oskar. Und nicht zuletzt verbindet man den Namen Britta Teckentrup seit geraumer Zeit auch mit Kunst im Kinderbuch, wie die Titel Alle Wetter, Worauf wartest du? Das große Buch der Fragen, Das Ei oder Die Feder eindrucksvoll beweisen.

Abtauchen in Brittas Welt

Weiterlesen