27/03/2018

Kaleidoskop im März

Immer dann, wenn sich unser Bücherstapel mit neuen oder längst überfälligen Entdeckungen besonders hoch gen Decke stapelt oder Ereignisse und Anlässe, denen wir hier gern Platz geben möchten, dicht auf dicht folgen, denken wir darüber nach, all dies hier zusammen vorzustellen – als eine Art Sammlung von Stichpunkten, Eindrücken, Ausblicken und Bildern. Der März ist mit seinen vielen Neuerscheinungen und Terminen natürlich besonders prädestiniert dafür und weil er auch so herrlich den nahenden Frühling einläutet, soll er nun der erste Monat sein, in dem wir ein solches buntes Kaleidoskop an Entdeckungen hier für alle kleinen und großen LeseEntdecker zusammenstellen.

Buntes Sammelsurium an Entdeckungen – unser Kaleidoskop im März, © Alessandro Paiva

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14/12/2017

Mit Paddington auf Bücherjagd

Ähnlich wie beim Schritt auf die Theaterbühne, kann auch die Filmadaption eines Kinderbuches herrlich neue Perspektiven auf eine Geschichte eröffnen. Schon lange hatten wir uns daher wieder einmal vorgenommen, genau eine solche gelungene Verwandlung vom Buch zum Film hier zu zeigen. Nun ist es soweit – allerdings etwas anders wie ursprünglich gedacht. Denn das Buch, um das es im Folgenden nun gehen soll, ist nicht die direkte Vorlage zur Verfilmung, sondern vielmehr Schlüsselgegenstand im Film und eigentlich sogar erst durch den Film in dieser Form entstanden. Was im ersten Moment nun vielleicht etwas verwirrend klingen mag, ist in Wirklichkeit aber feinste medienübergreifende Verknüpfung einer Geschichte, die wiederum ganz konkret auf einer der schönsten kinderliterarischen Schöpfungen der letzten Jahrzehnte beruht – Paddington.

Mit Paddington durch London, übersetzt von Theresa Scholz und illustriert von Joanna Bill & Olga Baumert, erschienen im Knesebeck Verlag.

Mit Paddington durch London © Knesebeck Verlag, Illustrationen: Joanna Bill & Olga Baumert

Mit Paddington durch London © Knesebeck Verlag, Illustrationen: Joanna Bill & Olga Baumert

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10/12/2017

Unsere Weihnachtsauslage 2017

Zu gern bleiben wir an den Schaufenstern von Buchhandlungen stehen und lassen die Bücherauswahl darin auf uns wirken. Sie sind nicht nur die Fenster der Läden und stellen auch nicht nur einfach die Produkte aus, die man hinter den Fenstern kaufen kann – nein, sie geben den Passanten die Möglichkeit ihre Fantasie schweifen zu lassen. Denn Coverillustrationen und Titel der Bücher lassen Bilder im Kopf entstehen und hinterlassen zumeist ein bestimmtes Gefühl.  Ein Gefühl, mit dem die Bücher dann im Geiste durchgeblättert werden können.

In der Weihnachtszeit gehen wir diesem Vergnügen besonders gern nach. Dann sind die Fenster so herrlich beleuchtet und ein gewisser Zauber hängt in der Luft. Und jedes Jahr aufs Neue begegnen uns dabei viele liebgewonnene Weihnachtsklassiker, aber auch hin und wieder tolle Neuerscheinungen, die unbedingt einen Platz in der Weihnachtssammlung bekommen sollten. Um davon einige in den EntdeckerKoffer einziehen zu lassen, haben wir uns dieses Jahr für eine eigene kleine Weihnachtsauslage entschieden – sozusagen unser digitales Schaufenster für unsere Leser. Darin zu sehen sind unsere zehn Weihnachtsempfehlungen für dieses Jahr – fünf davon sind wunderbare Weihnachtsklassiker und fünf sind Neuentdeckungen, die uns in verschiedenster Hinsicht überrascht haben. Jedem Buch soll dabei nur ein kurzer Text beigefügt werden, damit der Fantasieeffekt auch hier funktioniert. Dabei wünschen viel nun Spaß!

Weihnachten im Stall

von Astrid Lindgren, übersetzt von Anna-Liese Kornitzky und illustriert von Harald Wiberg, erschienen im Verlag Friedrich Oetinger.

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Die Weihnachtsgeschichte – erzählt von Astrid Lindgren aus der Sicht eines Kindes, das uns ohne Namen oder Hintergründe die grundlegendste Bedeutung von Weihnachten vor Augen führt. Unser Buch für den Heilig Abend – ein Meisterwerk.

 

Schornsteinweihnachten

von Mårten Sandén, übersetzt von Birgitta Kicherer und illustriert von Lina Bodén, erschienen bei FISCHER Sauerländer.

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Ein inniges Weihnachtsabenteuer über den Dächern von Stockholm – herzerwärmend und spannend zugleich. Zum Vorlesen während der Adventszeit bestens geeignet und grandios illustriert.

 

Mats & Frida warten auf Weihnachten

von Jan Gadermann und Lena Kleine Bornhorst, erschienen im Verlag Friedrich Oetinger.

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Alles was in der Weihnachtszeit für die Allerkleinsten von Bedeutung ist, findet hier auf nur wenigen Pappseiten seinen Platz. Ein bezaubernder erster Begleiter durch die Weihnachtszeit.

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24/06/2017

Helle Nächte sind zum Vorlesen da

In unseren Breitengraden verleben wir gerade die längsten Tage und kürzesten Nächte des Jahres. Erst spät am Abend wird es dunkel und wenig später graut auch schon wieder der Morgen. Umso nördlicher man kommt, desto deutlicher erlebt man diese besondere Zeit mit ihren hellen Nächten. Zahlreiche Bräuche und Legenden ranken sich um sie und die Lichtfülle lädt regelrecht dazu ein, sich für all die schönen Sommerdinge mehr Zeit zu nehmen und die Nacht zum Tag zu machen. Den Beginn des Sommers in vollen Zügen zu feiern oder unter freiem Himmel das Vorlesen zu zelebrieren. Und genau das wollen wir heute auch tun. Wir veranstalten ein kleines Mittsommer-Lesefest – mit dabei eine wunderbare, kleinen Geschichte aus Schweden.

Das große Fest im Häschenwald von Ulf Stark, illustriert von Eva Eriksson und übersetzt von Brigitta Kicherer, erschiene im Verlag Friedrich Oetinger.

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Das große Fest im Häschenwald © Verlag Friedrich Oetinger, Illustrationen: Eva Eriksson

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1/06/2017

Liebe! Niemals Gewalt!

1978 erhielt Astrid Lindgren als erste Kinderbuchautorin den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Damit wurde sie als eine Persönlichkeit geehrt, die “durch ihre literarische Tätigkeit in hervorragendem Maße zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat”. In ihrer im Anschluss gehaltenen Rede stand sie also vor der Aufgabe über Frieden, Menschlichkeit und über die Verständigung der Völker zu sprechen. Und genau das tat sie auch – allerdings auf ihre ganz eigene Art und Weise. Denn über Frieden zu sprechen, bedeutete für sie in erster Linie über die Kinder zu sprechen. Und nicht nur “über” sie, sondern “für” sie. Sie wollte ihnen eine Stimme geben und für sie eintreten.

Ihre damals gewählten Worte sind bis heute von enormer Wichtigkeit für die Rechte unserer Kinder im Speziellen und das gewaltfreie Zusammenleben in der Gesellschaft im Allgemeinen. Bisher konnte man sich ihre Rede nur in Auszügen anschauen oder als Textdatei herunterladen. Seit diesem Jahr allerdings gibt es ein kleines feines Büchlein, das man immer wieder zur Hand nehmen kann, um ihren Appell lebendig zu halten und weiter zu geben.

Obwohl fast vierzig Jahre vergangen sind und sich besonders in der Kindererziehung auch vieles verändert hat, sind Astrid Lindgrens Forderungen besonders heute aktueller denn je. Deswegen ist es uns auch wichtig die Aufmerksamkeit des heutigen Tages zu nutzen und dieses Buch ganz bewusst eben am Internationalen Kindertag in den EntdeckerKoffer einziehen zu lassen.

Niemals Gewalt! von Astrid Lindgren mit einem Vorwort von Dunja Hayali und einem Nachwort von Silke Weitendorf, übersetzt von Anna-Liese Kornitzky, erschienen im Friedrich Oetinger Verlag.

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Niemals Gewalt! © Friedrich Oetinger Verlag

Astrid Lindgren spricht von Frieden als etwas, das es nicht gibt. Und wolle man ihn eines Tages erreichen, so müsse man “von Grund auf neu beginnen – bei den Kindern”, so die Autorin. Und wie dieser Neuanfang auszusehen hat, das wusste sie auch ziemlich genau. Mit Liebe und Geborgenheit, aber niemals mit Gewalt. Nur wenn wir unseren Kindern mit Liebe begegnen, können aus ihnen auch Menschen werden, deren Grundhaltung durch Liebe geprägt ist. Und das wäre – so realistisch war auch sie – zumindest ein Anfang.

Gebt Kindern Liebe, mehr Liebe und noch mehr Liebe.

 

Ein besonders berührender Teil ihrer Rede ist die kurze Erzählung über eine Mutter, die ihren Sohn mit Stockschlägen bestrafen will, durch seine Reaktion darauf die Situation aber auf einmal durch seine Augen betrachtet und so über sich selbst unendlich erschrickt. Und wie gut, dass Astrid Lindgren diese Erzählung in die sonst doch sehr klaren und direkten Worte eingewoben hat, denn so hat sie ein Bild in den Köpfen der Menschen erschaffen, das ihr Appell allein nicht zustande gebracht hätte. In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf einen Kurzfilm aufmerksam machen, der genau diese Geschichte darzustellen versucht und somit Lindgrens Werte und Forderungen weiterträgt – in unsere heutige Gesellschaft, in der Gewalt viele verschiedene Gesichter hat. Ein sehr wichtiger Beitrag.

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Niemals Gewalt! im Kreise diverser Lindgren-Titel © Friedrich Oetinger Verlag

Auch Dunja Hayali geht in ihrem Vorwort auf diese Geschichte ein und erinnert daran, dass Lindgrens Rede einen Meilenstein für die Kinderrechte darstellt. Ihrem Text ist anzumerken, wie sehr sie das Erbe der Autorin wertschätzt und er stellt als Einstieg und Hinführung zu Lindgrens Rede einen sehr authentischen Bezug zu unserer heutigen Zeit her. Abgerundet ist das Büchlein mit dem Nachwort der Verlegerin Silke Weitendorf und gibt all denjenigen, die die Autorin Astrid Lindgren nur von ihren Kinderbüchern her kennen, einen Einblick in ihr Leben und ihr Wesen, was die Rede eindeutig noch besser verständlich macht.

Wir möchten dieses Büchlein an dieser Stelle von ganzem Herzen empfehlen, denn wir sind überzeugt davon, dass Astrid Lindgren vor 39 Jahren einen Weg aufgezeigt hat, der tatsächlich zu mehr Frieden und Nächstenliebe in unserer Welt führen könnte. Umso mehr Menschen sich diesen zu Herzen nehmen und den Kindern eine Kindheit in Liebe und Geborgenheit schenken, umso näher kommen wir dem Traum vom Frieden. Und auch wenn uns vieles gerade glauben lässt, dass wir davon sehr weit entfernt sind, so müssen wir dennoch daran festhalten. Astrid Lindgren hat das ein Leben lang getan und stets an das Gute geglaubt. Wie schön ist es da, dass der Verlag für den Umschlag des Buches die Farbe Grün gewählt hat – die Farbe der Hoffnung.

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30/05/2017

Paddington für die Allerkleinsten

Von unserer Freude darüber, dass der Knesebeck Verlag R.W. Alleys Version von Paddington Bär vor ein paar Jahren wieder ins Programm genommen hat, haben wir bereits hier geschrieben. Mittlerweile sind dort einige seiner Bilderbuchabenteuer, ein Kochbuch sowie ein Kinderroman in Briefform erschienen. Und ganz neu gibt es den liebenswürdigen Bären nun auch als Pappe für ganz kleine Entdeckerhände. Zwei von drei dieser herrlichen Pappbilderbücher möchten wir euch heute vorstellen. Den Anfang macht ein Strandabenteuer, das gleichzeitig zum Zählen verführen soll.

Paddington der Strandkönig von Michael Bond, übersetzt von Tatjana Kröll und illustriert von R.W. Alley – erschienen im Knesebeck Verlag.

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Paddington der Strandkönig © Knesebeck Verlag, Illustrationen: R.W. Alley

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