29/03/2020

Mit Büchern bunte Brücken bauen

Auch wenn sich der Blog ja gerade in einer Art Dornröschenschlaf befindet, weil ein etwas größerer Umbau ansteht, erfordern die Zeiten gerade alles andere, als ihm diese Ruhephase zuzugestehen. Jetzt ist einfach die Zeit, um über gute Kinderliteratur zu sprechen. Sie hier zu zeigen, ans Herz zu legen und auf die vielen gut funktionierenden Bestellmöglichkeiten über all die Buchhandlungen vor Ort hinzuweisen. Der Umbau muss wohl warten.

Dafür soll es hier ab jetzt wieder regelmäßig neue Buchbesprechungen geben, die durch die Zeit zuhause begleiten sollen. Ich hoffe ganz sehr, ich kann mein Vorhaben im eigenen Ausnahmealltag gerade auch gerecht werden. In jedem Fall werden die Besprechungen unter einem kleinen Motto stehen, das wiederum relativ viel mit all dem, was sich hier in den letzten Jahren entwickelt und zukünftig noch viel stärker in meinen Fokus rücken soll, zu tun hat.

Mit Büchern bunte Brücken bauen.

Literatur vermag es Brücken zu bauen, davon bin ich überzeugt – Kinder- und Jugendliteratur sogar in besonderem Maße. Gemeint sind damit die Brücken zwischen verschiedenen Künsten und Disziplinen, aber auch diejenigen zum Alltag und der Lebenswirklichkeit der kleinen LeseEntdecker hin – so zum Beispiel auch zur Schule und zum Kindergarten. Und da genau diese Bereiche gerade nicht stattfinden bzw. zuhause aufgefangen werden müssen, sind Bücher ganz wunderbare Brücken, die auch nach dieser Ausnahmesituation bestehen bleiben können. Bunt sind sie in diesem Fall, weil ich in den vielen Regenbögen, die man gerade überall an den Fenstern findet, auch Brücken sehe und sie mich zu diesem Format inspiriert haben. Sie stehen für die Gemeinschaft über eine Distanz, nichts anderes ermöglichen auch Brücken. Sie verbinden und vereinen. Regenbögen sind bunte Brücken und Bücher sind es auch.

Das erste Buch, das ich in diesem Zusammenhang vorstellen möchte, ist eine Neuerscheinung, die gerade wie gerufen kommt und ein großes Geschenk an alle Familien in Isolation ist. Denn in einem neuen Alltag, in dem man sich erst einmal finden muss, stellt dieses Buch eine großartige Konstante im Tagesablauf dar. Es vermag dem Tag einen kleinen, aber bedeutsamen Ankermoment zu geben, indem es jedem Tag ein Gedicht, ein Lied oder einen Spruch mit dazugehöriger Illustration schenkt.

Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder! 365 Gedichte für jeden Tag mit Bildern von Frann Preston-Gannon und einer Textauswahl für die deutsche Ausgabe von Maria Höck, erschienen bei arsEdition.

Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder! © arsEdition, Illustrationen: Frann Preston-Gannon
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28/06/2019

Helle Nächte sind zum Lesen da – Fred bei den Wikingern

Hier haben wir ja schon ein paar Zeilen über die wunderschöne Premiere des ersten gebundenen Titels aus dem Hause ultramar media geschrieben. Ein ausführlicher Bericht und natürlich die Vorstellung des Buches folgt nun jetzt. Nicht zufällig haben wir dafür einen der Tage gewählt, an denen im Norden Europas die Nächte hell bleiben und die Menschen den Sommer feiern – an langen Tafeln, mit Blumen im Haar und Gläsern in der Hand. Denn auch die Buchpremiere samt Vernissage war im Grunde eine Feier, an deren Ende wir durch die noch hellen Straßen von Berlin gelaufen sind – unterm Arm schönste Sommer- und Ferienlektüre für die hellen Nächte und im Herzen Sonnenschein.

Fred bei den Wikingern – Jarl Ragnalds Vermächtnis von Birge Tetzner, illustriert von Karl Uhlenbrock und erschienen bei ultramar media.

Fred bei den Wikingern – Jarl Ragnalds Vermächtnis © ultramar media, Illustration: Karl Uhlenbrock
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27/03/2018

Kaleidoskop im März

Immer dann, wenn sich unser Bücherstapel mit neuen oder längst überfälligen Entdeckungen besonders hoch gen Decke stapelt oder Ereignisse und Anlässe, denen wir hier gern Platz geben möchten, dicht auf dicht folgen, denken wir darüber nach, all dies hier zusammen vorzustellen – als eine Art Sammlung von Stichpunkten, Eindrücken, Ausblicken und Bildern. Der März ist mit seinen vielen Neuerscheinungen und Terminen natürlich besonders prädestiniert dafür und weil er auch so herrlich den nahenden Frühling einläutet, soll er nun der erste Monat sein, in dem wir ein solches buntes Kaleidoskop an Entdeckungen hier für alle kleinen und großen LeseEntdecker zusammenstellen.

Buntes Sammelsurium an Entdeckungen – unser Kaleidoskop im März, © Alessandro Paiva

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14/12/2017

Mit Paddington auf Bücherjagd

Ähnlich wie beim Schritt auf die Theaterbühne, kann auch die Filmadaption eines Kinderbuches herrlich neue Perspektiven auf eine Geschichte eröffnen. Schon lange hatten wir uns daher wieder einmal vorgenommen, genau eine solche gelungene Verwandlung vom Buch zum Film hier zu zeigen. Nun ist es soweit – allerdings etwas anders wie ursprünglich gedacht. Denn das Buch, um das es im Folgenden nun gehen soll, ist nicht die direkte Vorlage zur Verfilmung, sondern vielmehr Schlüsselgegenstand im Film und eigentlich sogar erst durch den Film in dieser Form entstanden. Was im ersten Moment nun vielleicht etwas verwirrend klingen mag, ist in Wirklichkeit aber feinste medienübergreifende Verknüpfung einer Geschichte, die wiederum ganz konkret auf einer der schönsten kinderliterarischen Schöpfungen der letzten Jahrzehnte beruht – Paddington.

Mit Paddington durch London, übersetzt von Theresa Scholz und illustriert von Joanna Bill & Olga Baumert, erschienen im Knesebeck Verlag.

Mit Paddington durch London © Knesebeck Verlag, Illustrationen: Joanna Bill & Olga Baumert

Mit Paddington durch London © Knesebeck Verlag, Illustrationen: Joanna Bill & Olga Baumert

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10/12/2017

Unsere Weihnachtsauslage 2017

Zu gern bleiben wir an den Schaufenstern von Buchhandlungen stehen und lassen die Bücherauswahl darin auf uns wirken. Sie sind nicht nur die Fenster der Läden und stellen auch nicht nur einfach die Produkte aus, die man hinter den Fenstern kaufen kann – nein, sie geben den Passanten die Möglichkeit ihre Fantasie schweifen zu lassen. Denn Coverillustrationen und Titel der Bücher lassen Bilder im Kopf entstehen und hinterlassen zumeist ein bestimmtes Gefühl.  Ein Gefühl, mit dem die Bücher dann im Geiste durchgeblättert werden können.

In der Weihnachtszeit gehen wir diesem Vergnügen besonders gern nach. Dann sind die Fenster so herrlich beleuchtet und ein gewisser Zauber hängt in der Luft. Und jedes Jahr aufs Neue begegnen uns dabei viele liebgewonnene Weihnachtsklassiker, aber auch hin und wieder tolle Neuerscheinungen, die unbedingt einen Platz in der Weihnachtssammlung bekommen sollten. Um davon einige in den EntdeckerKoffer einziehen zu lassen, haben wir uns dieses Jahr für eine eigene kleine Weihnachtsauslage entschieden – sozusagen unser digitales Schaufenster für unsere Leser. Darin zu sehen sind unsere zehn Weihnachtsempfehlungen für dieses Jahr – fünf davon sind wunderbare Weihnachtsklassiker und fünf sind Neuentdeckungen, die uns in verschiedenster Hinsicht überrascht haben. Jedem Buch soll dabei nur ein kurzer Text beigefügt werden, damit der Fantasieeffekt auch hier funktioniert. Dabei wünschen viel nun Spaß!

Weihnachten im Stall

von Astrid Lindgren, übersetzt von Anna-Liese Kornitzky und illustriert von Harald Wiberg, erschienen im Verlag Friedrich Oetinger.

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Die Weihnachtsgeschichte – erzählt von Astrid Lindgren aus der Sicht eines Kindes, das uns ohne Namen oder Hintergründe die grundlegendste Bedeutung von Weihnachten vor Augen führt. Unser Buch für den Heilig Abend – ein Meisterwerk.

 

Schornsteinweihnachten

von Mårten Sandén, übersetzt von Birgitta Kicherer und illustriert von Lina Bodén, erschienen bei FISCHER Sauerländer.

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Ein inniges Weihnachtsabenteuer über den Dächern von Stockholm – herzerwärmend und spannend zugleich. Zum Vorlesen während der Adventszeit bestens geeignet und grandios illustriert.

 

Mats & Frida warten auf Weihnachten

von Jan Gadermann und Lena Kleine Bornhorst, erschienen im Verlag Friedrich Oetinger.

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Alles was in der Weihnachtszeit für die Allerkleinsten von Bedeutung ist, findet hier auf nur wenigen Pappseiten seinen Platz. Ein bezaubernder erster Begleiter durch die Weihnachtszeit.

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24/06/2017

Helle Nächte sind zum Vorlesen da

In unseren Breitengraden verleben wir gerade die längsten Tage und kürzesten Nächte des Jahres. Erst spät am Abend wird es dunkel und wenig später graut auch schon wieder der Morgen. Umso nördlicher man kommt, desto deutlicher erlebt man diese besondere Zeit mit ihren hellen Nächten. Zahlreiche Bräuche und Legenden ranken sich um sie und die Lichtfülle lädt regelrecht dazu ein, sich für all die schönen Sommerdinge mehr Zeit zu nehmen und die Nacht zum Tag zu machen. Den Beginn des Sommers in vollen Zügen zu feiern oder unter freiem Himmel das Vorlesen zu zelebrieren. Und genau das wollen wir heute auch tun. Wir veranstalten ein kleines Mittsommer-Lesefest – mit dabei eine wunderbare, kleinen Geschichte aus Schweden.

Das große Fest im Häschenwald von Ulf Stark, illustriert von Eva Eriksson und übersetzt von Brigitta Kicherer, erschiene im Verlag Friedrich Oetinger.

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Das große Fest im Häschenwald © Verlag Friedrich Oetinger, Illustrationen: Eva Eriksson

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