15/04/2019

Mit Amelie den Brückenschlag wagen – Vom Film zum Buch

Im November des vergangenen Jahres hatten wir das Glück, an einem Seminar des Arbeitskreises für Jugendliteratur zum Thema Inszenierte Kinder- und Jugendliteratur für den Film teilzunehmen. Die Synergieeffekte zwischen den Medien und das Potential für die Leseförderung waren dabei die Punkte, die uns besonders interessierten. Außerdem ging es uns um den Brückenschlag und somit um die Übersetzungsleistung von der Buchvorlage hin zum Film. Schließlich konnten wir während der Vorträge und Workshops aber so weit über diesen gesteckten Horizont hinausblicken, dass wir an dieser Stelle hier nun über genau den umgekehrten Weg sprechen möchten. Den Weg vom Film und somit Drehbuchstoff hin zum Kinder- und Jugendroman. Denn genau diesen Weg sind die Münchner Filmproduktionsfirma Lieblingsfilm und der 360 Grad Verlag mit dem Kinofilm Amelie rennt im Spätsommer 2017 gegangen.

Amelie rennt von Natja Brunckhorst (Drehbuch und Roman) und Tobias Wiemann (Regie), produziert von Philipp Budweg und Thomas Blieninger (Lieblingsfilm) sowie Martin Rattini (Helios Sustainable Films) und erschienen im 360 Grad Verlag.

Amelie rennt © 360 Grad Verlag und farbfilm home enternainment Foto: Martin Rattini

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14/12/2017

Mit Paddington auf Bücherjagd

Ähnlich wie beim Schritt auf die Theaterbühne, kann auch die Filmadaption eines Kinderbuches herrlich neue Perspektiven auf eine Geschichte eröffnen. Schon lange hatten wir uns daher wieder einmal vorgenommen, genau eine solche gelungene Verwandlung vom Buch zum Film hier zu zeigen. Nun ist es soweit – allerdings etwas anders wie ursprünglich gedacht. Denn das Buch, um das es im Folgenden nun gehen soll, ist nicht die direkte Vorlage zur Verfilmung, sondern vielmehr Schlüsselgegenstand im Film und eigentlich sogar erst durch den Film in dieser Form entstanden. Was im ersten Moment nun vielleicht etwas verwirrend klingen mag, ist in Wirklichkeit aber feinste medienübergreifende Verknüpfung einer Geschichte, die wiederum ganz konkret auf einer der schönsten kinderliterarischen Schöpfungen der letzten Jahrzehnte beruht – Paddington.

Mit Paddington durch London, übersetzt von Theresa Scholz und illustriert von Joanna Bill & Olga Baumert, erschienen im Knesebeck Verlag.

Mit Paddington durch London © Knesebeck Verlag, Illustrationen: Joanna Bill & Olga Baumert

Mit Paddington durch London © Knesebeck Verlag, Illustrationen: Joanna Bill & Olga Baumert

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22/06/2015

Drei Räuber und ihr Weg vom Buch auf die Bühne

Wer hier schon länger liest, der weiß, dass wir immer wieder auch gern Kinderbuchadaptionen aus Film und Theater vorstellen. Die Theaterinszenierungen liegen uns dabei besonders am Herzen und wir sind immer wieder überrascht, welchen neuen Blick man durch den Wechsel vom Buch zur Bühne auf eine Geschichte bekommen kann.

Ein großes Glück für uns ist daher die Tatsache, dass wir vor Ort eines der besten Kinder- und Jugendtheater des Landes haben und sich im Spielplan immer wieder tolle Stücke finden lassen, die wunderbar zu den LeseEntdeckern passen. Dieses Mal waren es drei schreckliche Kerle, die es uns schon in der Vorankündigung angetan hatten und schnell entstand die Idee, einmal den Weg aufzuzeigen, den eine Kinderbuchgeschichte bis hin zur Theaterinszenierung nehmen kann. Dass dabei sogar noch ein ausgezeichneter Animationsfilm eine Rolle spielt, macht das Schreiben über das medienübergreifende Erleben einer Geschichte erst recht spannend.

Kommt also mit und begleitet uns – hin zur kleinen Bühne unter dichtem Blätterdach. Dorthin, wo im Sommer in Dresden Fantasie und Spaß großgeschrieben werden. Kommt mit zum tjg. Sommertheater im SONNENhäusel.

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Eingang zum SONNENhäusel im Großen Garten Dresden.

Gespielt wird dort gerade als Puppenspielproduktion der wunderbare Klassiker Die drei Räuber von Tomi Ungerer. Eine Bilderbuchgeschichte, die erstmals 1963 erschienen ist und seiner Zeit damals weit voraus war. Wir haben uns mit dem Regisseur Frank Alexander Engel am SONNENhäusel getroffen und über die Entstehung des Stücks gesprochen. Dank der darauf folgenden Premiere bei schönstem Sommertheater-Wetter können wir an dieser Stelle außerdem unsere gesammelten Eindrücke der Inszenierung mit euch teilen und Vergleiche zum Buch anstellen.

Die drei Räuber von Tomi Ungerer und übersetzt von Tilde Michels, erschienen im Diogenes Verlag. Am tjg. Theater der jungen Generation Dresden als Puppenspiel in einer Fassung von Frank Alexander Engel nach dem Buch und dem Film (Hayo Freitag) aufgeführt.

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Die Drei Räuber © Diogenes, Illustrationen: Tomi Ungerer – vor den Kulissen der Inszenierung am tjg.

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17/04/2015

BärenGlück – Auslosung Paddington EntdeckerSet

Kleine EntdeckerHände haben ein Glückslos gezogen und das bärige EntdeckerSet bekommt somit ein neues Zuhause.

SONY DSCSONY DSCSONY DSCGewonnen hat Biggy und wir wünschen ihr und ihren Kindern viel Spaß beim Erinnern und Entdecken. Allen anderen vielen Dank für die lieben Worte und Gedanken. Schon bald gibt es hier die nächste Verlosung – schließlich haben wir April und der Welttag des Buches steht unmittelbar bevor.

Das Paddington-Set macht sich nun aber erst einmal auf den Weg.

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8/04/2015

Eine Liebeserklärung an einen Bären

Heute möchten wir uns einem ganz bestimmten Bären aus der englischsprachigen Kinderliteratur widmen. Einem Bären, den wir außerordentlich gern mögen. So gern, dass wir ihm sogar schon einmal einen Besuch abgestattet haben – letztes Jahr im Herbst in London.

Einst eingewandert aus dem weit entfernten Peru, lässt er nun schon seit vielen Jahren Kinderaugen strahlen und überrascht uns immer wieder mit so manch verrückter Eigenart. Paddington Bär – ein Kinderbuchheld, der in die Jahre gekommen ist, bis heute aber kein bisschen seines Charmes und seiner Liebenswürdigkeit verloren hat.

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Paddington Station London – Ankunft eines Bären.

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27/03/2014

Pettersson und Findus

Schon lange möchten wir den bunten Stapel unserer Pettersson und Findus Bücher mit in den EntdeckerKoffer packen und euch hier vorstellen. Eigentlich ist es sogar schon längst überfällig, bedenkt man, dass es sich hier um LeseEntdecker-Lieblingsbücher handelt. Aber wir haben noch auf einen ganz bestimmten Anlass gewartet, der nun aber endlich da ist: Pettersson und Findus als Spielfilm im Kino. Wunderbar dafür geeignet, um hier mal wieder über das Erlebnis Vom Buch zum Film zu schreiben.

Freisteller Bevor wir uns an einem verregneten Sonntag zu dem kleinen Dresdner Programmkino aufgemacht haben, sind wir noch einmal die Bilderbücher durchgegangen, deren Geschichten im Film erzählt werden.

Wie Findus zu Pettersson kam / Eine Geburtstagstorte für die Katze / Ein Feuerwerk für den Fuchs und Findus und der Hahn im Korb von Sven Nordqvist erschienen im Friedrich Oetinger Verlag.

Wir wollten uns etwas auf den Film einstimmen. Doch mit jeder Seite mehr, die wir dabei umgeblättert haben, wurden wir skeptischer. Kann denn eine Verfilmung dieser, von Sven Nordqvist erschaffenen, Wunderwelt überhaupt gerecht werden? Bei den Zeichentrickfilmen ist es den Machern damals gelungen, aber die konnten ja auch komplett auf die detailverliebten Illustrationen von Nordqvist aufbauen. Für eine Real- und Animationsverfilmung muss diese besondere Bildsprache aber mittels Filmkulissen und Effekten für die Leinwand übersetzen werden. Wie das gelingen sollte, daran hatten wir unsere Zweifel. Auch wenn ja in der Filmbranche heutzutage alles möglich scheint – aber die Geschichten von dem alten Pettersson und seinem aufgeweckten Kater Findus stellen unserer Meinung nach eine besondere Herausforderung dar. Weiterlesen