VorleseReise nach Panama

Unseren diesjährigen Vorlesetag verbrachten wir – wie auch schon letztes Jahr – auf einer VorleseReise im Kreise vieler kleiner LeseEntdecker. Wir reisten zusammen in das Land, das von oben bis unten nach Bananen riecht – nach Panama.

Oh, wie schön ist Panama von Janosch, erschienen bei Beltz&Gelberg.

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Oh, wie schön ist Panama © Beltz&Gelberg, Illustrationen: Janosch

Die Geschichte handelt in erster Linie von Freundschaft und Zusammenhalt – aber auch vom Träumen, von Abenteuern und dem Gefühl von Zufriedenheit und Zuhause. Jede Menge (Vor)Lesestoff also für kleine und große LeseEntdecker und wie gemacht für den Vorlesetag im Kindergarten.

Der kleine Bär findet auf dem Fluss eine Kiste, die ganz wunderbar nach Bananen duftet und weiß just in diesem Moment, dass diese Kiste nur aus dem Land seiner Träume kommen kann. Die Aufschrift verrät ihm schließlich ihre Herkunft: PANAMA! Schnell steckt  der kleine Bär auch seinen treuen Freund – den kleinen Tiger – mit seiner Begeisterung an und beide beschließen sich auf den Weg nach Panama zu begeben.

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Innenseite aus: Oh, wie schön ist Panama © Beltz&Gelberg, Illustrationen: Janosch

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Innenseite aus: Oh, wie schön ist Panama © Beltz&Gelberg, Illustrationen: Janosch

Gemeinsam schlagen sie die Richtung ein, die ihnen die richtige erscheint. Sie begegnen auf ihrem Weg so einigen tierischen Passanten, die sie nach dem Weg fragen, aber meist die falsche Antwort geben. Sie geraten in starken Regen, sehen sich schnell großem Hunger ausgesetzt und müssen gemeinsam eine Brücke reparieren. Aber alles meistern sie mit Bravour – denn sie halten zusammen und sind immer füreinander da.

“Wie gut”, sagte der kleine Tiger, “wenn man einen Freund hat, der eine Regenhütte bauen kann. Dann braucht man sich vor nichts zu fürchten.”

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Innenseite aus: Oh, wie schön ist Panama © Beltz&Gelberg, Illustrationen: Janosch

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Innenseite aus: Oh, wie schön ist Panama © Beltz&Gelberg, Illustrationen: Janosch

Die kleinen LeseEntdecker begleiten die beiden bei jeder dieser Stationen und erreichen schließlich mit ihnen das erträumte Land. Dabei gibt ihnen Janosch stets das Gefühl, als wären sie wirklich dabei – als würden sie nebenher laufen und das kleine Reisegespann beobachten. Außerdem spricht der Erzähler die beiden Freunde im Buch und schließlich auch die Kinder vor dem Buch direkt an. Das macht die Geschichte herrlich erlebbar.

Und weil das so gut zu unserem Anliegen hier passt, ist unsere Geschichtenwahl zum Vorlesetag auf diesen Klassiker gefallen. Nicht ganz unbeteiligt an dieser Auswahl war allerdings auch das wunderbare Bilderbuchkino zum Buch aus dem Beltz Nikolo-Programm, das uns der Verlag für unser Vorhaben zur Verfügung gestellt hat. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle.

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Der EntdeckerKoffer wird geöffnet – die Reise beginnt.

Schon vom Grüffelo-Bilderbuchkino im Frühjahr waren die kleinen LeseEntdecker ganz angetan. Wir wussten also, dass wir mit dieser Form des Vorlesens auf besondere Begeisterung der kleinen Zuhörer stoßen. Oh wie schön ist Panama an der Wand überraschte dann aber noch einmal ganz anders. Auf dieselbe Weise, wie der Text durch seine Ausrichtung und Schreibweise die Geschichte erlebbar macht, lassen die Bilder an der Wand es zu, sich darin ganz und gar wiederzufinden. Vereinzelte Animationen von Teilen der Illustrationen erwecken die Figuren der Geschichte für kurze Zeit zum Leben – gerade kurz genug, um Neugierde zu wecken, aber nicht als bewegtes Bild alles vorzugeben. Diese kleinen Special-Effects waren beim Vorlesen dann auch das große Highlight.

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Bilderbuchkino Oh, wie schön ist Panama © Beltz&Gelberg, Illustrationen: Janosch

Da schaukelt zum Beispiel der Tiger auf seinem Schaukelstuhl hin und her, der Bär gießt den Garten oder der Deckel des Topfes auf dem Herd springt beinah herunter. Da kommt die so wichtige Bananenkiste aus Panama auf dem Fluss angeschwommen, der Fuchs streichelt beruhigend der Gans über den Kopf und der kleine Bär und der kleine Tiger gähnen voller Inbrunst. Ein Kommentar da oder ein Kichern hier bleibt dabei natürlich nicht aus. Aber das stört nicht, weil man als Vorleser merkt, die Kinder sind vollkommen dabei. Sie entdecken all diese kleinen Bewegungen innerhalb der Illustrationen und warten gespannt, was als nächstes passiert.

Große Augen gab es besonders beim strömenden Regen, dem flackernden Lagerfeuer und der daher schwimmenden Flaschenpost, die im Bilderbuchkino tatsächlich aus dem Bild heraus schwimmt, ohne dass der kleine Tiger und der kleine Bär es bemerken.

Im Anschluss an unsere Vorführung gab es dann noch etwas für die Sinne. Alle kleinen LeseEntdecker durften die Bananen, die wir im EntdeckerKoffer gleich mitgebracht hatten, kosten und vor allem riechen. Auf Grundlage der eben erlebten Geschichte, war das für einige von ihnen sicher ein ganz anderes Geschmacks- und Geruchserlebnis, als wie bei der alltäglichen Banane am Frühstückstisch. Viel bewusster haben sie es erlebt und vielleicht auch mit einem Hauch von Reiselust.

Einen wirklich schönen Vorlesetag hatten wir da. Eine wunderbar zeitlose und lehrreiche Geschichte, Kinoatmosphäre und lauter kleine aufmerksame Zuhörer, die zum Glück aber auch mal geflüstert, dazwischengefragt oder vor Freude laut aufgejubelt haben. Denn genau so sollte das bei einer VorleseReise im Kindergarten auch sein.

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Bilderbuchkino Oh, wie schön ist Panama © Beltz&Gelberg, Illustrationen: Janosch

 

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