10/12/2017

Unsere Weihnachtsauslage 2017

Zu gern bleiben wir an den Schaufenstern von Buchhandlungen stehen und lassen die Bücherauswahl darin auf uns wirken. Sie sind nicht nur die Fenster der Läden und stellen auch nicht nur einfach die Produkte aus, die man hinter den Fenstern kaufen kann – nein, sie geben den Passanten die Möglichkeit ihre Fantasie schweifen zu lassen. Denn Coverillustrationen und Titel der Bücher lassen Bilder im Kopf entstehen und hinterlassen zumeist ein bestimmtes Gefühl.  Ein Gefühl, mit dem die Bücher dann im Geiste durchgeblättert werden können.

In der Weihnachtszeit gehen wir diesem Vergnügen besonders gern nach. Dann sind die Fenster so herrlich beleuchtet und ein gewisser Zauber hängt in der Luft. Und jedes Jahr aufs Neue begegnen uns dabei viele liebgewonnene Weihnachtsklassiker, aber auch hin und wieder tolle Neuerscheinungen, die unbedingt einen Platz in der Weihnachtssammlung bekommen sollten. Um davon einige in den EntdeckerKoffer einziehen zu lassen, haben wir uns dieses Jahr für eine eigene kleine Weihnachtsauslage entschieden – sozusagen unser digitales Schaufenster für unsere Leser. Darin zu sehen sind unsere zehn Weihnachtsempfehlungen für dieses Jahr – fünf davon sind wunderbare Weihnachtsklassiker und fünf sind Neuentdeckungen, die uns in verschiedenster Hinsicht überrascht haben. Jedem Buch soll dabei nur ein kurzer Text beigefügt werden, damit der Fantasieeffekt auch hier funktioniert. Dabei wünschen viel nun Spaß!

Weihnachten im Stall

von Astrid Lindgren, übersetzt von Anna-Liese Kornitzky und illustriert von Harald Wiberg, erschienen im Verlag Friedrich Oetinger.

_DSC1478

Die Weihnachtsgeschichte – erzählt von Astrid Lindgren aus der Sicht eines Kindes, das uns ohne Namen oder Hintergründe die grundlegendste Bedeutung von Weihnachten vor Augen führt. Unser Buch für den Heilig Abend – ein Meisterwerk.

 

Schornsteinweihnachten

von Mårten Sandén, übersetzt von Birgitta Kicherer und illustriert von Lina Bodén, erschienen bei FISCHER Sauerländer.

_DSC1482

Ein inniges Weihnachtsabenteuer über den Dächern von Stockholm – herzerwärmend und spannend zugleich. Zum Vorlesen während der Adventszeit bestens geeignet und grandios illustriert.

 

Mats & Frida warten auf Weihnachten

von Jan Gadermann und Lena Kleine Bornhorst, erschienen im Verlag Friedrich Oetinger.

_DSC1493

Alles was in der Weihnachtszeit für die Allerkleinsten von Bedeutung ist, findet hier auf nur wenigen Pappseiten seinen Platz. Ein bezaubernder erster Begleiter durch die Weihnachtszeit.

Weiterlesen

Entdeckung teilen:Share on FacebookPin on PinterestEmail to someone
1/12/2017

Rico und Oskar feiern Weihnachten – Im Gespräch mit Andreas Steinhöfel und Felicitas Loewe

Viele flauschige Schneeflocken fallen auf Rico und Oskar, die dick eingepackt und mit Weihnachtseinkäufen beladen nebeneinanderher schlendern. Vor uns liegt das neueste Werk von Andreas Steinhöfel um die beiden besonderen Jungen aus Berlin. Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch heißt es und verspricht feinste Weihnachtsstimmung. Wir hatten das Glück den Autor während seines Besuches in Dresden zu treffen, wo er am tjg. – Theater junge Generation bereits zur Theaterpremiere des Buches zu Gast war. Gemeinsam mit Felicitas Loewe, der Intendantin am tjg. und gleichzeitig Dramaturgin des Romans, stand er uns Rede und Antwort zum neuen Buch und zum Wechselspiel zwischen Literatur und Bühne. Außerdem ging es im Gespräch um die Magie des Schnees, außergewöhnliches Teamwork am Theater und die Bedeutung des Loslassens. Wir freuen uns sehr, hier nun von diesem Gespräch zu berichten und gleichzeitig den Roman sowie die Inszenierung vorzustellen.

Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch von Andreas Steinhöfel, erschienen bei Carlsen. Am tjg. Theater der jungen Generation Dresden in einer Fassung von Felicitas Loewe uraufgeführt.

Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch © Carlsen Verlag, Illustrationen: Peter Schössow

Weiterlesen

Entdeckung teilen:Share on FacebookPin on PinterestEmail to someone
18/11/2017

Wenn Geschichten Flügel verleihen – Peter Pan im Original

Auch wenn man schon etwas größer ist und längst selbst lesen kann, ist es immer noch schön, etwas vorgelesen zu bekommen. Und eigentlich ändert sich daran auch nie etwas, selbst wenn man erwachsen ist. Denn Vorlesen bedeutet auch immer gemeinsame Zeit. Zeit, in der man eine Reise zusammen antritt – der Vorlesende mit der Karte in den Händen und der Zuhörende mit dem Blick in die Ferne. Das notwendige Gepäck an Fantasie trägt jeder selbst. Und weil genau solche gemeinsamen Reisen in vielerlei Hinsicht unbeschreiblich wichtig sind, ist in unseren Augen auch ein Tag wie der bundesweite Vorlesetag von großer Bedeutung. Er erinnert daran, dass wir uns mehr Zeit für einander nehmen sollten. Das Alter spielt dabei keine Rolle – Vorlesen sorgt für strahlende Augen, vom Kleinkind bis hin zu den betagten Urgroßeltern.

Aus diesen Gründen haben wir dieses Jahr zum Vorlesetag auch wieder vorgelesen – und zwar aus einem Klassiker, der nun an dieser Stelle auch in den EntdeckerKoffer einziehen soll. Geschrieben hat ihn vor über hundert Jahren J. M. Barrie – ursprünglich als Theaterstück für Erwachsene. Heute ist es aber in erster Linie ein Kinderbuchklassiker, dessen Geschichte es vermag, Klein wie Groß gleichermaßen zu begeistern und zu berühren. Die Rede ist von Peter Pan!

Peter Pan von J. M. Barrie, übersetzt von Bernd Wilms und prachtvoll illustriert von minalima, erschienen im Coppenrath Verlag.

_DSC1049

Peter Pan © Coppenrath Verlag, Illustrationen: minalima

Weiterlesen

Entdeckung teilen:Share on FacebookPin on PinterestEmail to someone
8/11/2017

Mit dem Stift und jeder Menge Ideen durch das Jahr

Ab einem bestimmten Alter bekommen Notiz- oder Tagebücher für kleine LeseEntdecker mehr und mehr Bedeutung. Es werden kurze Listen anlegelegt, allerlei Wichtiges notiert oder gar kleine Geschichten aufgeschrieben. Der Kopf ist voller Fragen und Gedanken, die irgendwo herausgelassen werden müssen und nicht immer können sie gleich beantwortet oder besprochen werden. Sobald ein Kind also die Fähigkeit des Schreibens erlangt hat, ist das Bedürfnis danach, etwas aufzuschreiben und somit für sich festzuhalten, fast schon logische Konsequenz. Dieser Raum zum Schreiben sollte ihnen in jedem Fall gegeben und sogar gefördert werden. Denn das stille Auseinandersetzen mit sich und der Welt, indem man es verschriftlicht, ist ein wichtiger Prozess beim Großwerden.

In diesem Zusammenhang ist uns vor einiger Zeit ein Projekt aufgefallen, dass Kindern auf sehr kluge Art und Weise immer wieder diese Möglichkeiten zum Schreiben gibt – ja sogar gezielt Anlässe schafft, um die eigenen Gedanken auf Papier zu bringen. Und das nicht nur auf irgendeinem beliebigen Blatt, sondern auf die Seiten eines herrlich dicken Jahrbuches.

KinderJahrbuch 2018, Idee und Gestaltung von Sandra Hünger

_DSC0679

Das KinderJahrbuch © Sandra Hünger

Weiterlesen

Entdeckung teilen:Share on FacebookPin on PinterestEmail to someone
31/10/2017

Vorlesen an Halloween mit Mildred

Heute werden wieder viele kleine Hexen und Hexenmeister durch die Straßen ziehen und mit glühenden Wangen und hüpfenden Herzen Süßigkeiten einheimsen oder herumspuken. Was für viele Erwachsene einfach nur ein weiterer Trend aus Amerika ist und vom Handel jedes Jahr mit mehr und mehr Produkten besetzt wird, ist für die kleinen LeseEntdecker ein echtes Erlebnis. Sich verkleiden, Quatsch mit Freunden und jede Menge Süßigkeiten – das sind eindeutig Zutaten, die ein Kinderherz sehr glücklich machen können. Und weil Erlebnis in vielerlei Hinsicht unser Stichwort ist, soll es heute auch ein Halloween-Buchtipp geben. Warum einen solchen Tag verstreichen lassen, wenn er doch wie dafür gemacht ist, einer kleinen Schar von Hexen, Monstern und Geistern eine Geschichte vorzulesen? Unsere Wahl ist auf einen bezaubernden Kinderbuchklassiker gefallen, der durch eine neue Fernsehserie gerade wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Eine lausige Hexe von Jill Murphy und übersetzt von Ursula Kösters-Roth, erschienen im Diogenes Verlag.

_DSC0460

Eine lausige Hexe/Eine lausige Hexe zaubert weiter © Diogenes Verlag, Illustrationen: Jill Murphy

Weiterlesen

Entdeckung teilen:Share on FacebookPin on PinterestEmail to someone
29/10/2017

Die Metamorphose vom Buch auf die Bühne (Teil II)

Nachdem es im ersten vorgestellten Stück dieser kleinen Reihe hauptsächlich um verschiedene Märchenmotive und die Auseinandersetzung mit dem Genre an sich ging, soll im Folgenden ein ganz konkretes Märchen vorgestellt werden. Denn Märchen spielen für die Spielpläne der Kindertheater eine elementare Rolle und sind so Bestandteil fast jeder Spielsaison. Mit ihnen erreicht man alle Generationen und gerade die Erwachsenen, an denen es nun einmal liegt, dass die Kinder die Möglichkeit bekommen, Theater zu erleben, gehen oftmals lieber zu einem bekannten als zu einem unbekannten Stück.

Am tjg. in Dresden gestaltet sich die Märchenauswahl aber immer wieder sehr vielseitig und man schreckt auch vor so alten Märchenstoffen wie Sindbad der Seefahrer nicht zurück. Die Erzählung gehört zu der Märchensammlung aus Tausendundeiner Nacht, die als die älteste uns bekannte Märchensammlung gilt und aus dem 8.-10. Jahrhundert stammt. Sie ist das Ergebnis einer zweitausendjährigen Überlieferung und wurde währenddessen immer wieder erweitert und verändert. Daher gibt es in diesem Fall also auch für Sindbad der Seefahrer keine eindeutige Vorlage, sondern viel mehr verschiedene Überlieferungen, Bearbeitungen und Versionen, die zum Teil stark voneinander abweichen. Wie das tjg. diese eigentliche Schwierigkeit für die Inszenierung genutzt hat, hat uns sehr gefallen.

Sindbad der Seefahrer nach den Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Am tjg. Theater der jungen Generation Dresden spartenübergreifend in einer Fassung von Ania Michaelis aufgeführt.

IMG_8352

Vom Buch auf die Bühne – Warten auf Sindbad

Weiterlesen

Entdeckung teilen:Share on FacebookPin on PinterestEmail to someone